18 Januar 2012

Diffamierungskampagne der Harper Regierung

Heute entschied die U.S. amerikanische Regierung einen Projektantrag zur Entwicklung der Keystone XL Pipeline, die Öl von der Athabasca-Region  Albertas durch 6 Staaten der USA bis nach Texas führen soll, vorerst nicht zu genehmigen, u.a. da sie durch ein Umweltschutzgebiet in Nebraska führen würde.


Hier kann man lesen, was im DeSmogblog dazu geschreiben wird.

Mit der vorläufigen Absage an die Keystone XL Pipeline rückt das Northern Gateway Projekt sicherlich wieder mehr in den Fokus der ölproduzierenden Firmen.

Seit einiger Zeit schon steht das Gespenst einer Öl-Pipeline von Albertas Athabasca-Region durch den letzten unberührten gemäßigten Regenwald der Welt im Raum. Diese Northern Gateway Pipeline soll das mit enormem Wasserverbrauch und mit zerstörten Wald- und Sumpfgebieten bezahlte, durch den Abbau von Ölsanden gewonnene Rohöl an die Küste British Columbias leiten. Das Öl soll dort in Tanker gepumpt und zu den asiatischen und U.S. amerikanischen Märkten transportiert werden.
Die Gebiete Albertas mit Ölsanden sind in dieser Karte eingezeichnet:

"In Canada, the Calgary-based pipeline company Enbridge is threatening to introduce over 225 supertankers to the fragile coast of British Columbia with the proposed Northern Gateway project. The Northern Gateway pipelines would carry Tar Sands oil from Alberta through northern BC to tankers headed for Asian and US markets. This would put the world-renowned Great Bear Rainforest at risk of a catastrophic oil spill.

Opposition is strong and continues to grow: nine Coastal First Nations of BC have declared a tanker ban in their traditional territories; the Union of BC Municipalities passed two resolutions in support of keeping tankers off the coast; the federal Liberal, New Democrat and Green parties have committed to banning oil tankers in the North coast; 80% of British Columbians across all political spectrums support an oil tanker ban; and the current Conservative government refuses to act."
Zitat von Forestethics.
Hier der Link zur Webseite der Projektbetreiber der Northern Gateway.

Kanadier, die sich gegen diese Projekte aussprechen, werden von regierungsnahen Gruppen wie "Ethical Oil", dem Minister für Energie und von Harper selbst als Marionetten ausländischer Agitatoren (Woran erinnern mich solche Bezichtigungen noch mal?) bezeichnet, die sich in kanadische Interessen einmischen und die Souveränitat Kanadas unterminieren.

Das sehenswerte Streitgespräch zwischen dem Vertreter des Sierra Clubs und der Vertreterin von "Ethical Oil" bei CBC bedarf meines Erachtens keines Kommentares. (Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die beiden Pipelines in diesem Streitgespräch nicht durcheinandergeworfen werden.)



(Diesen Kommentar kann ich mir doch nicht verbeißen: Kanada scheint seine eigene Michelle Bachmann hervorgebracht zu haben.)

Hier gibt es in einem Artikel von David Suzuki in der Huffington Post noch mehr Hintergrund zu dem Konflikt .