28 Dezember 2011

In the winter time






Frei nach Mungo Jerry:

In the wintertime when the weather's high,
you can stretch right up and touch the sky,
when the weather's fine,
you got walking, you got walking on your mind.
Have a tea, have a drive,
go out and see what you can find.

We're not grey people, we're not dirty, we're not mean.
We love everybody, but we do as we think.
When the weather's fine
we go fishing or go swimming in the sea.
We're always happy,
life's for living, yeah, that's our philosophy.

When the winter's here, then it's hiking time.
Bring a thermos, wear your bright clothes.
Don't forget your flashlight and your walking stick
Curling was invented here, that gives me a kick.
We are rich, if we see,
all the beauty that's out around..

27 Dezember 2011

Traditionen

... schaffen wir uns selber, zumindest ist es ein Versuch jedes Jahr am 2. Weihnachtsfeiertag vom Postamt in Pouch Cove zu Shoe Cove zu laufen, -"weather permitting" wie es so schön heißt. Es ist ein etwa 60-minütiger Spaziergang, der uns im Winter an etlichen gefrorenen Wasserfällen vorbei- und durch ein kristallglitzerndes Waldstück hindurchführt. Wir witzeln dabei immer, dass wir umkehren, wenn der erste durch einen Sturz von den Klippen Teil der Nahrungskette wird. Aber witzig gemeint ist es nur zum Teil, denn jedes Jahr fallen Menschen an unserer Küste in den Tod. Gemeint ist daher eher, dass wir besonders umsichtig sein wollen und kein Risiko eingehen bei eisigem Boden weiter zu gehen.
Der Spaziergang klingt dann bei "rumänischer" Fleischklößchensuppe mit Toutons und "deutschen" Weihnachtsplätzchen aus: der Magen als "melting pot" der Kulturen.







































23 Dezember 2011

Frohe Feiertage! Season's Greetings!

Allen Leserinnen und Lesern, nah und fern, ob in Ihrem Hause Hanukkah oder Weihnachten gefeiert wird, wünsche ich schöne Feiertage.

Ich bin froh, dass die Tage wieder länger werden!

15 Dezember 2011

"Messiah at the Mall,"

. . . ein seltsamer Titel für das Video des Flash Mob in der Avalon Mall in St. John's. "Der Messias in der Einkaufspassage." Gab es reihenweise Bekehrungen? Ach nein, ein Kommentator meinte "What a nice way to celebrate shopping at the Mall." Hello?!! Habe ich da was verpasst? Feiern wir in der Adventszeit das Einkaufen?

Sicher war es "A fabulous performance!", keine Frage, aber ist nicht genau das Gegenteil des Einkaufenfeierns mit diesem Flash Mob beabsichtigt? (Das Einbetten des Video Clips geht gerade nicht, deshalb bitte den Link nutzen)

Glücklicherweise muss ich zum Einkaufen nie in die Mall, auch nicht in der Weihnachtszeit. Und außer zu Vorführungen des Film Clubs müsste man mich dahin tragen.

12 Dezember 2011

Mmmh, Marzipankartoffeln

Sonja und Roland haben ein Weihnachtscarepaket mit, neben vielen anderen Dingen, Marzipankartoffeln bekommen. Ich liebe Marzipan und allein die Erwähnung von Marzipankartoffeln, macht mir das Wassser im Mund zusammenlaufen. Für die Galette des Rois (für den 6. Januar) habe ich ja schon selber Marzipan gemacht, aber irgendwie hatte ich Marzipankartoffeln ganz vergessen. Aber mit der wiederbelebten Erinnerung werde ich mich nächste Woche in die Marzipankartoffelproduktion stürzen.  Beim Selbermachen ist es so schön, Marzipan ohne Zucker machen zu können. Stattdessen nehme ich leckeren Biohonig. Bittermandeln habe ich nicht, aber die ersetze ich durch Amaretto-Likör.

Für eine Portion nehme man:
250 g gemahlene Mandeln
(zuerst blanchieren und schälen und dann in der Küchenmaschine ganz fein mahlen. Das Mahlen geht am besten, wenn die Mandeln trocken und kurz im Gefrierfach waren). Die Mandeln immer zuerst mahlen (!) und erst dann
125 g flüssigen Honig und
1-2 Esslöffel Amaretto und
etwas Rosenwasser  (Rosenwasser muss man sparsam dosieren, sonst schmeckt die Masse wie Tante Hildas Eau de Toilette riecht)
dazugeben. In der Küchenmaschine so lange vermengen bis die Masse wie Marzipan aussieht. Wenn es zu fest ist, mehr Flüssigkeit dazugeben.

Man kann auch Zimt, oder Cardamon dazugeben, oder Orangenwasser statt Rosenwasser. Da kann man sicherlich experimentieren.

11 Dezember 2011

Man nehme

Quinoa



mahle es fein 


und vermische es mit gemahlenem Ingwer, anderen Gewürzen, Melasse, einem Ei, Butter, 
Zucker (ich habe Kokosnusszucker genommen), Natron, und einer Prise Salz. 
Man knete den Teig und forme daraus etwa walnussgroße Kugeln.


Das Ganze dann bei 350°F in den Backofen und in 8-10 Minuten fertigbacken und abkühlen lassen.


Man verpacke die Kekse schön (da fehlt noch der Vogelbeerenzweig)
 und bringe die lecker aussehenden Kekse zu einer Einladung zum Tee.



Kommt man von der Einladung nach Hause, probiere man erwartungsvoll das nicht verschenkte Gebäck und vermeide, dem spontanen Impuls, alles in die Mülltonne werfen zu wollen, nachzugehen. Vielleicht schmeckt es ja morgen besser, so die Hoffnung. Aber nein, auch heute schmecken diese Teile ungenießbar. Soll ich die Nachbarin warnen?

(Es ist das Natron, was so einen unangenehmen Nachgeschmack hinterlässt und der stark karamellige Geschmack des Kokoszuckers zusammen mit der ganz leicht zu stark gebräunten Unterseite der Kekse tun das Übrige.)

07 Dezember 2011

Regentag


Den ganzen Tag hat es heute ununterbrochen geregnet. Wenn Regentropfen nicht auch von so perfekter Schönheit wären, könnte man "rain rage" bekommen. Aber so? In Gummistiefel geschlüpft, wasserdichten Mantel angezogen, Kapuze aufgezogen und die vielen Schönheiten angeschaut und bestaunt.

05 Dezember 2011

Die Tage der Buchvorstellungen

Ob die rein zufällig gerade in der Vorweihnachtszeit liegen?
Wie dem auch sei, heute Abend war ich auf einer weiteren Buchvorstellung und zwar eines Buches mit dem unerwarteten Titel 

Newfoundland Modern: Architecture in the Smallwood Years, 1949-1972 von Robert Mellin, Architekt und Professor an der McGill Universität in Montréal.
Wer verbindet schon Frank Lloyd Wright oder Le Corbusier mit  Neufundland?

Aber wer jemals in Gander Zwischenstation gemacht hat, wird sicherlich die International Lounge des Flughafens im Gedächtnis behalten haben. Ein Artikel in der NYT von 2005 gibt ein bisschen Aufschluss über die Geschichte des Flughafens und hier gibt es ein paar sehr schöne Fotos von der Lounge, z.B. dieses:
Über das Buch: "The architecture of Newfoundland typically evokes images of spare but colourful houses and outbuildings by the sea. Newfoundland Modern reveals another dimension that challenges this impression." (Zitat von hier mit  Abbildungen aus dem Buch. Noch mehr Abbildungen gibt es hier.)

Kaum vorstellen kann man sich, dass es in Privathäusern dieser doch eher entlegenen Insel Atombunker gab. Zumindest einer dieser Atombunker war mit einer besonders modernen Küche ausgestattet, nämlich einer Youngstown Kitchen von der Stahlfirma Mullins Manufacturing Corporation deren Verkäuferchor den schönen Namen "The Mullinaires" trug. Der erste Premier Neufundlands Joey Smallwood hätte sich im Fall eines Atomangriffs keine Sorge um seine Edelstahlküche machen müssen, wohl aber um die möglichen Köche und Bekochten, die einen solchen Angriff wohl kaum überlebt hätten.
Hier ein "inspirational song" der Mullinaires. Mit diesem Video schloss die Buchvorstellung sehr effektvoll unter großem Gelächter. Möchten Sie vielleicht mitsingen?




Namen, die man mit der Architektur Neufundlands von 1949 bis 1972 in Erinnerung behalten sollte, sind Angus Campbell (1924-2001) und Frederick A. Colbourne. Angus Campbells Spitzname ist Angle Campbell, weil er angeblich so gerne Winkel baute.

04 Dezember 2011

Sieben Sachen

Frau Liebe lädt sonntags zu den Sieben Sachen ein. Hier sind meine:
1) Frühstückssaft gemacht
Auch als grüne Limonade bekannt (ja, das ist wirklich Grünkohl und Salat). Lecker und voll frischer Enzyme. Ein richtiger Wachmacher.

Die Fusseln sind das I-Tüpfelchen ; )

2) Die Entsafterteile gespült.
3) Quinoawaffeln gebacken und gegessen. Miamm.
4) Den Saurier gefüttert.
5) Da gebrannte Mandeln in  unseren Gefilden unbekannt sind, habe ich selber zur Pfanne gegriffen.


5) Mit Essen gespielt.
6) Meinen derzeitigen Lieblingstee "Organic Monk's Tea" gekocht und getrunken.



Auf der Packung steht: "Light fruity grenadine lifts exotic caramel and vanilla, creating a unique heavenly flavour. An excellent smooth and mellow finish". Und ausnahmsweise "lügt" das Etikett nicht.
7) Jemanden barbiert. (Man beachte im Übrigen den Uralt-Kamm von JAL-Japanese Airlines. Stammt noch aus der Zeit unserer regelmäßigen Flüge nach Japan).

03 Dezember 2011

Ein wunderschönes Buch

"City Seen: Artists' Views of St. John's 1785-2010" heißt das Buch das Patricia Grattan geschrieben und meine liebe Nachbarin Vessela Brakalova gestaltet hat.

Was mich besonders freut, ist, dass einige meiner Lieblingsbilder aus dem Museum darin abgebildet sind und dass ich einige der Künstler, deren Werke in dem Buch versammelt sind, persönlich kenne.



Helen Parsons Shepherd, Bus Stop (Newfoundland Spring), 1965

rechts: Jennifer Pohl, Flight over Duckworth, 1999


Besonders schön finde ich die (?) sogenannte Fore-Edge, die Buchschnitt"malerei":

























Offiziellen Besuchern der Stadt wird nun anstatt einer Kaffeetasse und einer Tüte Jelly Beans dieses Buch als Andenken überreicht. Einmal eine vernünftige Entscheidung des Stadtrates!

Wer nicht die Schlüssel zur Stadt bekommt, kann das Buch hier kaufen.

01 Dezember 2011

Nur noch eine Erinnerung

an den schönen Schnee ist dieses Foto. Den ganzen Tag hat es bei über 14°C geschüttet. Ich glaube, es war in ganz Kanada heute nirgends wärmer als hier "on the rock".
Ob der Langzeitwetterbericht stimmt, der einen "normalen Winter" für Neufundland voraussagt? Wir werden es bald wissen. Das Modell kann man z.B. hier anschauen.

(Nächste Woche um diese Zeit ist das Semester zu Ende, dann steht nur noch die Korrektur der Examen an und ich kann mich endlich wieder auf mein eigenes Studium konzentrieren.)