30 Juli 2011

Test

SO kann man die Feuermelder im Haus auch testen: Man stelle ein Karamelsauce her, mische diese mit anderen Zutaten und grille diese Mischung im Backofen ca 15 Minuten auf Stufe 3 und 10 Min. auf Stufe 4. Dann öffne man die Backofentür und schon ertönt die bekannte, ohrenbetäubende Sirene. Beim heutigen Test stellten sich alle Feuermelder als funktionstüchtig heraus.

Naturschutz und Entwicklung

jeglicher Art stehen besonders in um St. John's, Neufundland, in einer antagonistischen Beziehung zueinander. In Torbay geht es um ein Feuchtgebiet und eine Neubausiedlung.
Über die Kontroverse, die schon seit geraumer Zeit schwelt, kann man im Telegram mehr lesen. Torbay hat mittlerweile Paradise mit der Anzahl der Neubauten übertroffen und ist das teuerste Pflaster auf der Avalon-Halbinsel geworden. Leider hat der Ortsrat übersehen, dass mehr Einwohner, nicht nur mehr Steuereinnahmen versprechen, sondern auch Investionen erfordern. Der Ort ist jetzt bei der Wasserversorgung an die Grenzen gestoßen, Anfragen an St. John's mit der Bitte um Wasser sind nicht auf Gegenliebe gestoßen.

Und nun steht eben ein weiteres Neubaugebiet um zwei Teiche im Kreuzfeuer der Kritik, weil dort Einschränkungen des Habitats der Eulen (weiß noch nicht welche Art Eulen das sind)und der Wasserqualität befürchtet werden.
Hier ein Video von ein paar Eulen. (Falls es nicht durch klicken öffnet, hier der Link.)


Hier ein paar Fotos von anderen Vogelarten bei den Teichen.

Es ist das gleiche Dilemma wie bei anderen Projekten. Man schaut nur bis zur Nasenspitze.

29 Juli 2011

Und nun zum Wetter

Es gibt ja kaum ein anderes Thema als das Wetter unter "uns" Neufundländern. Entweder es schneit zu viel, ist zu nass, zu kalt oder zu windig. Darüber, dass es zu heiß ist, habe ich allerdings noch niemanden sich beschweren hören. Und gestern Nacht, ich lag schon im Bett, dann ein Gewitter nach einem regnerischen, kühlen Tag. Weil ich so gerne Blitze anschaue, bin ich aufgestanden und ans Fenster gegangen. Ich stellte mir vor, wie schön die Blitze über dem Meer aussehen würden. Aber es war nur eine dicke Nebelsuppe zu sehen und so konnte ich dann zum ersten Mal feststellen, dass Blitze im Nebel sehr merkwürdig sind. Der Nebel wirkt wie ein Diffusionsfilter. Die Suppe wird dann kugelförmig hell.
Zufällig fiel mir dann heute dieser Text in die Hände (aus Wikipedia)
Newfoundland is also known for its fog which occurs most often in the spring and early summer because of the contrast between sea and air temperatures. . . . Fog in Newfoundland is frequently accompanied by strong onshore winds; while usually winds disperse fog, here the fog is too widespread for this to occur.
Genauso ist es. Der Wind bläst den Nebel nicht fort, sondern nur neuen Nebel nach.Und das auch Ende Juli.

27 Juli 2011

Am Gull Pond gibt es einen relativ neuen, aber noch nicht in allen Teilen fertiggestellten Spazierweg, den wir nun ab und an gehen.

Auf der Karte sieht man einen Ausschnitt der vielen, vielen Seen, die es hier in der Gegend gibt. Die Seen heißen hier aber meist Teiche (Ponds), auch wenn sie riesig sind.


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Weil mein Objektiv leider wieder in die Reparatur musste, gibt es hier nur zwei Fotos. Die Reparatur war nämlich nicht so erfolgreich, wie erhofft. Ich kann damit keinen Focus mehr einstellen. Auch manual nicht . . . . Aber manchmal, zufällig geht es dann doch. Eine merkwürdige Sache. Ich konnte mich allerding erst Anfang der Woche ausführlich mit der Sache auseinandersetzen, weil ich ja noch eine Hausarbeit beenden musste.

Neben Glasflaschen wachsen auch blütentragende Sträucher entlang des Weges, hier eine Kalmia angustifolia
Am Wochenende gab es auf dem Meer vor dem Fenster eine Menge zu sehen: eine Herde Orcas, Buckelwale und Zwergwale und zwei Weißkopfseeadler. Es brüten etwa 14 Paare entlang der Küste nördlich von Portugal Cove-St. Philip's bis Cape St. Francis (Biscayan Cove).


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Die letzten Tage habe ich damit verbracht, endlich wieder etwas im Garten zu tun. Der war jetzt zwei Sommer lang sträflich vernachlässigt und man sieht es ihm an allen Ecken und Enden an,denn der Giersch ist jetzt hier zu Hause. Überall. Als grüner Teppich. Sonst wächst auf den Hangbeeten fast nichts, bzw. man muss es unter dem Giersch erst einmal entdecken. Da gibt es dann u.a. so Miniatur Nepeta fasseni-Pflanzen zu finden, die ihrem Namen "Six Hills Giant" nun wahrlich keine Ehre machen. Da heißt es noch ein bisschen die Ärmel hochgekrempelt, denn nächste Woche werde ich keine Zeit dazu haben, wir bekommen nämlich Besuch von Kind Nr. 3, das aus Toronto einfliegt. Kind Nr.2 ist schon aus Vancouver hereingeschneit, ganz ohne Schnee, was bei den vergangenen Temperaturen fast verwunderlich ist.

21 Juli 2011

Faszinierende Grafik

Lassen Sie sich beim Runterscrollen nicht entmutigen! Die Grafik ist in der Tat nur so lang wie sie sein muss.
Our Amazing Planet explores Earth from its peaks to it mysterious depths.
Source OurAmazingPlanet.com, Exploring the wonder and beauty of planet Earth through exclusive news, features and images.

20 Juli 2011

Objektiv betrachtet

Was lange währt usw. . . . oder doch nicht? Neulich bekam ich nach gefühlten sechs Monaten mein Lieblingsobjektiv repariert zurück. Ich habe mich so gefreut, weil ein Totalverlust eine teure Angelegenheit geworden wäre. Die Reparatur hatte zum Glück nur 75$ gekostet, aber dann die Enttäuschung beim Fotografieren. Irgendwie wurde alles unscharf. Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe, aber ich glaube, das Objektiv fremdelt.

Trotzdem gab es das eine oder andere gelungene Foto beim letzten Spaziergang.

( Ein bisschen nachbearbeitet ist es schon.)

Und die vorletzte Hausarbeit habe ich auch zurück. Über die Note bin ich etwas enttäuscht. Immer noch "sehr gut", aber eben nicht so viele Prozentpunkte wie ich gehofft hatte. Aber da die Universität jetzt mit dem GPA auf "Letter Grades" umstellt, sieht man das nicht mehr so stark. Ob man also 87% erhält oder 93% macht dann nur noch 0,3 Punkte aus.

Für die letzte Hausarbeit habe ich jedenfalls Mode und Kleidung als Ausdruck sozialen Wandels in Robert Musils Mann ohne Eigenschaften und Brochs Die Schlafwandler untersucht. Da kamen ganz schön viele Lesestunden zusammen. So ganz kann ich noch nicht glauben, dass ich für das Vergnügen lesen zu dürfen auch noch bezahlt werde.

17 Juli 2011

Eisbergsaison

In St. Anthony's in der Northern Peninsula ist das Eisbergaufkommen in diesem Jahr besonders groß. Nicht zuletzt wegen P2A. Die Eisberge sind dieses Jahr riesig.

(Eventuell ist vor dem automatisch startenden Video und auch danach noch Werbung, die ich leider nicht rausnehmen konnte.)

In einem Artikel auf der National Science Foundation Webseite über Forschung in der Antarktis steht, dass man entdeckt hat, dass Eisberge das Chlorphyll-Level des Wassers, das sie durchqueren, in bisher nicht gekanntem Ausmaß erhöhen. Damit steigern sie die CO2 Absorptions des Ozeans.

Edit: Zum Video wollte ich hier extra verlinken ich da es immer von selbst gestartet ist. Fand ich ein bisschen nervig. Aber unter dem Link befindet sich jetzt ein anderes und ich kann das Eisbergvideo nicht mehr finden. Schade.

Aber dafür habe ich eine Sammlung von Videos zur Eisschmelze in der Arktis gefunden.

16 Juli 2011

Zwillingskirschen

Ich stell mir jetzt einfach mal vor, dass die auch -wie vierblättrige Kleeblätter- Glück bringen.

15 Juli 2011

Petition für den Stopp eines Mega-Steinbruchs in Ontario

Es geht darum, einen 9.400 km² Steinbruch zu verhindern, der eine Gefahr für die Trinkwasserversorgung in Ontario darstellt.

Melancthon Quarry

An enormous open pit mine has been proposed in Melancthon township on Highway 124 just north of Shelburne. The Highland Companies (owned by a Boston hedge fund) has filed an application for a 2,300-acre aggregate mine – it would be the largest quarry in Ontario and the second largest in North America.
This is the “rooftop of Ontario” and the Niagara Escarpment runs along its border. The Council of Canadians has been working with local groups to help stop this open pit mine from being created because of the extraordinary impacts it will have on the community, the watersheds, Ontario’s food supply and on the drinking water of more than one million people who live in this area.
Zitat von der Webseite des Council of Canadians.

Helfen Sie, dieses Projekt zu stoppen. Unterschreiben Sie bitte die Petition bei Avaaz.

Sommer?

Auf der nördlichen Halbkugel steigen während des Sommers in der Regel die Temperaturen. Hat mit dem Winkel der Sonneneinstrahlung zu tun und so. Das Wetter in Neufundland scheint an manchen Tagen jedoch Identitätsprobleme zu haben und meint Wintertemperaturen produzieren zu müssen. Wir hatten gestern 7°C. In Worten: S I E B E N. (Ich muss es herausgefordert haben, indem ich meine Winterjacke gestern endlich in die Waschmaschine gesteckt hatte)

Und geregnet hat es auch, aber wie!



Zusätzlich fiel das Internet für den meisten Teil des Tages aus, weil eine Baufirma beim Terra Nova Park ein Faserkabel durchtrennt hatte und aus ungeklärten Ursachen bei Rose Blanche im Süden auch ein Kabelbruch war.

Ein Tag ohne Internetzugang ist ja schon schlimm genug, aber mein Laptop war gerade dabei nach einem Update, eine "preconfiguration" zu machen. Ohne Internetzugang war das aber leider nicht möglich, so dass die Maschine an diesem Punkt hängen blieb. (Jaja, es ist eine Windows-Maschine. Ich geb's zu. Die Mac-User dürfen sich ihre Häme sparen.) Ich konnte so noch nicht mal an meine Hausarbeit kommen, an der ich gerade schreibe. Mit wieviel Elan wollte ich gestern dran, und dann so ein Frust! Da wird man geradezu zum Verschieben gezwungen, wo ich doch schon so gegen meine eigene Verschieberitis ankämpfe.

Zu meiner Beruhigung ist zwar alles auch extern noch einmal gespeichert (bei Dropbox, was sich nebenbei gesagt auch hervorragend für kollaboratives Arbeiten nutzen lässt), aber der zur Zeit einzige wirklich funktionierende Laptop im Haus ist nun mal meiner. Der andere ist auf Reisen, bzw. leidet an Altersschwäsche.

Aber alles ist heute "back to normal", sogar die Temperaturen. Wir haben gerade 20°C, es ist extrem windig und regnet noch immer . Hier unten das aktuelle Wetter über dem Hafen von St. John's, was nicht identisch mit dem Wetter 14 km davon entfernt ist, wo ich wohne:

13 Juli 2011

Unkanadisch

Die Mehrheit der Kanadier ist nach Stephen Harpers Logik unkanadisch, wie Alexandre Brassard auf seinem Blog richtig folgert.

In einem Artikel der National Post wird Harper wie folgt zitiert (Rede bei der Calgary Stampede):
“Under our Conservative government, Canada is more united than it ever has been. My friends, I think something has changed. I believe the long Liberal era is genuinely, truly ending. As with disco balls and bell bottoms, Canadians have moved on,” he said to applause and laughter.
Da aber in der Wahl im Mai durch das Mehrheitswahlrecht 58% der Stimmen 141 Sitze und 40% der Stimmen 167 Sitze ergaben, muss man davon ausgehen, dass obwohl die Konservative Partei tatsächlich eine Mehrheitsregierung stellt, die Mehrheit der Kanadier unkanadisch ist. Tough times also für den armen Premier, so ein unpatriotisches Land zu regieren.

Aber der Premier sieht es positiv:
“We are moving Canada in a Conservative direction, and Canadians are moving in that direction with us,” Mr. Harper told an audience that included more than two dozen Tory MPs.
 Und in einem besonders schönen Fall von Zirkellogik proklamierte er:
“Conservative values are Canadian values. Canadian values are Conservative values.”
Zitate jeweils aus dem National Post Artikel.
Und wem das nicht genug ist, der mag auf der Du-Tube einen Ausschnitt dieser Rede anschauen. Da  gruselt einer ganz Unkanadischen.

Wer sich für die Diskussion in einem, von Harper wahrscheinlich für linksextremistisch gehaltenen, Nachrichten-Forum interessiert, kann sich ja mal bei Rabble hier umschauen.

Ein Sketch der Royal Canadian Air-Farce zur "Electoral Dysfunction" Kanadas:



Wer nicht genau weiß, wie die kanadische Demokratievariante aussieht, kann sich beim Rick Mercer Report informieren.
"Was sie schon immer über Kanada wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten":

12 Juli 2011

Chorfest: Festival 500 - Sharing the Voices

Am Mittwoch geht das große Chorfestival mit über 1200 Teilnehmern zu Ende. Wir hatten das Glück für das Konzert am Sonntagabend mit Rajaton und Cordana, dem indonesischen Jugendchor, noch kurzfristig Karten bekommen zu haben. Was für ein Ohren- und Augenschmaus die Vorstellung des Jugendchors war! Das letzte Stück ihres Auftrittes war dem in diesem Video ziemlich ähnlich:

Unvergesslich!

Und Rajaton, das großartige finnische A-Capella Ensemble, hat seine größte außerfinnische Fangruppe sicherlich in St.John's und enttäuschte mit seinem Repertoire aus alten und neuen Stücken nicht. Hier kann man in ihre Musik reinhören.

11 Juli 2011

Eine besonders steife Brise

wehte heute auf Greyman's Beard, wo es wegen der exponierten Lage schon grundsätzlich recht windig ist.
Hier ein nicht besonders kunstvoll zusammengestöpseltes Panorama vom wundervollen Blick auf Bell Island in der Conception Bay. Rechts geht es ins offene Meer.

Gemma hat den Spaziergang genossen. Wir hatten zunächst befürchtet, dass sie auf dem sonst so geliebten Spaziergang schlapp machen würde, haben es aber doch gewagt. Und siehe da, sie lief ganz gut mit, steckte ihre Schnauze in jeden Blaubeerbusch, um zu sehen, ob schon was zu ernten sei und hielt-oben angekommen-ihre Schnauze in den Wind.

09 Juli 2011

Sommer

Der Sommer hinkt noch ganz schön hinterher. Die "Purple Pitcher Plants" (Sarracenia purpurea, auf Deutsch Rote Schlauchpflanze) sind noch recht klein.


Aber gestern endlich konnte ich die ersten Zwergwale von der Terasse aus beobachten. Die Black Flies haben sich fast verzogen. Um wie viel schwieriger es jetzt ist, konzentriert vor der durchzuarbeitenden Literatur zu sitzen. In drei Wochen kommt Besuch. Bis dahin muss ich fertig sein.

08 Juli 2011

Bitte keine Tiefkühlkost!

Ich weiß schon, warum ich gegen Tiefkühlkost bin, z.B. Fischstäbchen aus sogenanntem fangfrischen Kabeljau. Nicht nur, weil sie nach nichts schmeckt, sondern weil diese Kost gefährlich ist. Nicht was Sie jetzt denken, also E.Coli oder Salmonellen! Ich meine für die Hersteller. Die armen Menschen, die sich mit den gefrorenen Fischen herumschlagen müssen. Aber jetzt ist es passiert. Die Fische haben zurückgeschlagen. Oder so ähnlich. Ein 18-jähriger Mitarbeiter eines Fischereibetriebs in Bay Roberts ist von einem Fisch niedergeschlagen worden. Und zwar von einem gefrorenen. Er liegt jetzt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Die eine Nachrichtenquelle schreibt noch etwas malerisch, dass es sich um einen einzelnen schlagenden Fisch handelte, der 13-18 kg gewogen haben soll, in der anderen Nachrichtenquelle löste sich ein 15 bis 20 kg schwerer Block gefrorener Fische aus einer Palette (Schon nicht mehr so eine urige Vorstellung, nicht wahr? Die erste Meldung ist wohl die gefrorene Anglerlateinvariante.) und schlug dem jungen Mann auf's ungeschützte Dachstüberl (wenn man mal vom Schädelknochen etc. absieht). Mit den Sicherheits- bestimmungen nimmt man's hier ja gern nicht so genau. Und was kann einem denn so ein bisschen Fisch schon anhaben, bis auf den Geruch, den man nicht mehr los wird.
Jetzt ist es aber genug. Wer den Schaden hat, muss nicht auch noch die Häme ertragen. Leid tut er mir, der junge Mann und ich hoffe, dass er wieder gänzlich genesen wird.
(Und nein, das Präsens von "genesen" in der 2. und 3. Person Singular ist nicht "geniest", wie ich für einen kurzen Augenblick überlegt habe.) Überlegen Sie also bitte beim nächsten Griff in die Tiefkühltruhe, ob es wirklich gefrorener Kabeljau sein muss . . . .

07 Juli 2011

Neulich

. . . am Wasser.


Mir fällt nur nicht mehr ein, wie diese Pflanze am Strand heißt. Muss am Bücher- und Schreibkopf liegen, sag ich mir, hat nichts mit allgemeinem Nachlassen des Gedächtnisses zu tun. Oder mit der Hitze (Ja, Hitze! Für unser Gefühl. 24°C ist schon heiß.) Und nun zurück zu den Büchern. Die Fernleihebücher bekommt man schließlich nur für zwei Wochen.

05 Juli 2011

Monduntergang

über Bell Island. Gestern. Heute hat es den ganzen Tag Schauer gegeben. Das beste Wetter für Black Flies. (Wie immer kann man durch einen Klick auf das Foto das Bild vergrößern).

Wenn man den Fortschritt in meiner Hausarbeit an den Kilos bemessen könnte, die ich in Büchern nach Hause trage, wäre ich schon fast fertig!

04 Juli 2011

10°C Unterschied in 40 Minuten

Am Samstag machten wir uns kurz entschlossen auf dem Irish Loop über St. Vincent's und Cape Race Richtung Renews auf. Am Strand von St. Vincent's soll man im Juli sehr viele Wale sehen können. Da die Capelin schon angekommen sind, dachten wir die Chancen für's Wale-Beobachten stünden nicht schlecht. Bei wolkigem Himmel und etwa 17°C fuhren wir erwartungsvoll los.
Auf dem Weg war das Wetter wechselhaft, um in St. Vincent's dann so nebelig zu werden, dass wir den Pottwal, der direkt in der Bucht von anderen Besuchern gerade noch gesehen worden war, nicht einmal mehr erahnen konnte. Und es hatte gerade mal 12°C.

In den beiden Bildern oben sieht man die Mündung von "Holyrood Pond", der eine Art Fjord ist, in dem sich Süß- und Salzwasser mischen:
Holyrood Pond is a land locked 21 km lake that offers unique ecosystem of salt and fresh water with 33 species of fish.
(Zitat von der neufundländischen Tourismuswebseite)

Die Bezeichnung "Pond" ist bei 21 km Länge eine ganz schöne Untertreibung, oder?

Dieses Schild steht an der Hauptstraße, die auf dem Landsteg angelegt wurde, der den "Pond" vom offenen Meer trennt. Sehr vertrauenerweckende Gegend, nicht wahr!

Wir fuhren weiter in Richtung Cape Race, wo wir beim Leuchtturm picknicken wollten. Dort war 1904 die erste neufundländische Funkstation etabliert worden, womit die letzten Signale der Titanic empfangen wurden. Der dichte Nebel auf dem Weg dorthin machte uns allerdings wenig Hoffnung auf bessere Sicht.



 In Portugal Cove South geht ein Abzweig zur 21 km langen Schotterstraße nach Cape Race.
 Kurz vor der Schotterpiste wehte die Wäsche malerisch im Wind.
Auf der Straße konnte man nicht schneller als 20 km in der Stunde fahren, so dass wir auch wegen des Nebels beschlossen, unser Picknick nicht beim Leuchtturm einzunehmen, sondern bei einer kleinen Bucht anzuhalten. Wir waren nämlich wegen des Besuchs in Renews ein bisschen in Zeitrdruck.

Bei herrlichstem Nebel verspeisten wir hier

unser Mittagessen. Es herrschte ziemlicher Wellengang. Wegen des Nebels erschienen die Wellen aber ganz gespenstisch aus dem Nichts.

Vorbei an einem Bach mit Wasserlinsen waren wir in weniger als einer Dreiviertelstunde

 im sonnigen Renews, wo es 22°C hatte und von Nebel nun wirklich keine Spur. Hier schaut man nach Osten auf einen Teil des East Coast Trails.

(370 km später waren wir wieder zu Hause. An Benzin haben wir etwa 4l/100km verbraucht.)

01 Juli 2011

Happy Canada Day!

Zur Feier des Tages haben wir einen kleinen Spaziergang bei Cape Spear gemacht. Klein deshalb, weil Gemmas Hinterläufe bei Steigungen schnell wegknicken. (Gemma ist unsere nun 11 1/2 Jahre alte Golden Retriever Hündin.) Lange Wanderungen auf unebenem Gelände sind jetzt leider nicht mehr möglich.

Das Wetter war merkwürdig: aus St. John's bliesen die Nebelhörner und bei Cape Spear knallte die Sonne. Aber auch da zog der Nebel später herein. Hier ist die Vegetation für die Jahreszeit ebenfalls etwas zurück. Ich meine mich erinnern zu können, dass zu Beginn des Julis überall wilde Iris blühte. Aber jetzt sind noch nicht mal Knospen zu sehen.

Ganz klein im Hintergrund, hinter den Nebelschwaden, kann man den Cabot Tower auf Signal Hill erahnen.
(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken).







Der alte Leuchtturm von Cape Spear, der heute eine nettes Leuchtturmmuseum beherbergt.

Hier, beim Canada Day Quiz,  kann man sein Wissen über Kanada testen.