30 Juni 2011

Keine Zombie-Invasion,

. . . sondern eine Jungstarinvasion gab es vorgestern. Noch mal davongekommen!

Als ich gerade die letzten Sätze meiner vorletzten Hausarbeit überarbeitete, erhob sich ein großes Gezwitscher vor dem Fenster. Mindestens 20 junge Stare tobten über das Deck. Ein paar habe ich noch mit meiner Kamera erwischt. (Mein Lieblingsobjektiv ist leider immer noch in der Reparatur. Damit hätte ich mehr Stare "erwischt", weil da die Brennweite 14-150 mm beträgt). Hoffentlich ist nicht zu viel dran kaputt und die Reparatur nicht zu teuer.


Auf's Foto klicken vergrößert es.

PS. Ob es Zombie-Stare waren, kann aber eigentlich nicht ausgeschlossen werden. Ich weiß ja nicht, wie die sich verhalten, so als normale Zombie-Stare.

29 Juni 2011

Warum einfach,

wenn es auch kompliziert geht?

Via "Der Flaneur": "Der Lauf der Dinge"-Film einer Rube-Goldberg-Maschine der Schweizer Peter Fischli und David Weiss (1987).
Was mich daran besonders fasziniert hat, sind die Substanzen, die Reaktionen auslösen, Substanzen, die ich nicht mit den nachfolgenden kraftvollen Wirkungen assoziiere. Luft, Schaum, Flüssigkeiten . . . .


Hier geht es zum zweiten Teil und hier zu Teil drei.

28 Juni 2011

27 Juni 2011

Rette sich wer kann!

Wir wohnen ja bekanntlich in einer gefährlichen Ecke: Black Flies, Bären, hohe Windgeschwindigkeiten, Stürme wie Igor, Elche auf der Autobahn, aber jetzt noch das:
















Auf der Portugal Cove Road stand schon am Wochenende dieses elektronische Schild mit dem Hinweis, ab der nächsten Woche wegen Bauarbeiten Verzögerungen zu erwarten und heute dann der Alarm. Gefährliche Gegend hier.

Foto oben von CBC, noch mehr Fotos und Artikel bei CBC.

Discovery Day

In Neufundland wird am Montag nach dem 24. Juni (La Saint Jean Baptiste in Québéc) der Discovery Day gefeiert, der an der Entdeckung von "our neck of the woods" durch Giovanni Caboto, oder wie er hier genannt wird John Cabot, beteiligt war. Ich frage mich dabei immer, ob die Entdeckten diesen Tag auch so dankbar begehen.

Schwarze Augen

"Les yeux noirs" heißt eine französische Manouche-Gruppe, nach dem durch Django Reinhardt Bekanntheit erlangtem Lied. Hörenswert.

26 Juni 2011

Bitte nicht rausholen

Heute habe ich beim Nachrichtenlesen von einer Gruppe erfahren, die sich für das Überleben von "Stammesgesellschaften" einsetzt: Survival International. Diese Vereinigung betreibt auch die Webseite Uncontacted Tribes.
Wie es wohl für jemanden im, sagen wir Amazonas sein muss, der dort zufrieden mit seiner Gruppe lebt, zwar weiß, dass es irgendwo andere Menschen gibt, aber bewusst darauf verzichtet, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, auf einmal ein Flugzeug vorbeifliegen zu sehen? In der Regel sind feindliche Reaktionen auf das Überfliegen beobachtet worden. Was es wohl für Überlieferungen in diesen Gruppen über Kontaktaufnahmen gibt? Und was wohl die Chancen dafür sind, dass ihre Wünsche respektiert werden?

Intarsien

Beim Gaboteur gibt es einen Artikel über unseren Freund Denis, der aus Frankreich stammt, und sich wenn es sein "day job" als Schreiner erlaubt, hingebungsvoll dem Kunsthandwerk der Intarsienarbeiten widmet. Hier geht es zu seiner Webseite. Er fertigt Dinge auch nach Vorgabe. Preise kann man bei ihm erfragen.
Ich habe von ihm einen wundervollen fliegenden Fisch.

25 Juni 2011

Kurze Regenpause

In einer Regenpause bin ich gestern kurz mit der Kamera rausgeflitzt, um die wunderschönen Regentropfen zu "verewigen" (Komisches Wort in Zusammenhang mit Digitalfotografie)

Der Schnittlauch sieht ganz schön majestätisch aus. Und Mohn im Regen its ja an sich der sichere Blütentod, aber wenn die Knospen gerade ein bisschen geöffnet sind, sehen die Regentropfen schon besonders brilliant aus.

Am Abend bin ich dann ganz trockenen Fußes spazieren gegangen, allerding mit Schal und Handschuhen. Und das am 24. Juni.







24 Juni 2011

Klangbonbon

Den letzten Nebensatz muss man sich klanglich auf der Zunge zergehen lassen:

„Er selbst hatte einmal  in einem halbwachen Traum davon die Empfindung, daß er den Moosbrugger des Lebens wie einen schlechten Rock am Leib getragen hätte, aus dem jetzt, wenn er ihn zuweilen etwas öffnete, in wäldergroßen Seidenwellen das wunderlichste Futter quoll" (MoE 531).
Diese ganzen periodischen /v/ und /z/ Laute lassen das Futter vor meinem inneren Auge so richtig hervorquellen: wäldergroßen Seidenwellen das wunderlichste Futter quoll

Aus: Musil, Robert. Der Mann ohne Eigenschaften. Erstes und Zweites Buch. Hrsg. Adolf Frisé. Hamburg: Rohwolt, 2010. 25. Aufl.

23 Juni 2011

P2A

Ein Teil der ursprünglich 260 qkm (ca 100 square miles) großen Eiszunge, die sich letzten August in Grönland vom Petermann Gletscher löste, eine 62 qkm (24 square miles) große Eisinsel,driftet an Battle Harbour in Labrador vorbei.  Bilder gibt es hier bei CBC zu sehen.

Moose Monitoring mit Mercer

(Man beachte die vierfache Alliteration im Titel!)

Weil es heute wieder so kalt ist, dass dieses Video fast passend jahreszeitlich wirkt, verlinke ich einmal mehr den unvergleichlichen Rick Mercer, diesmal mit wundervollen Bildern vom Gros Morne Park. Mercer geht mit einem Parks Canada Team auf einen "Moose Monitoring" Flug (oder auch Frühjahrszensus genannt):

20 Juni 2011

Kokosnuß-Schoko-Muffins

Habe ich schon mal gesagt, dass ich alles, wo Kokosnuss drin ist, liebe? Da habe ich mich natürlich über dieses gluten- und milchproduktfreie Rezept bei Chocolate and Zucchini gefreut, das gleich drei Kokosnussprodukte vereint und wollte das in einer Lesepause nachbacken. Aber weil ich etwas zerstreut war (lese mich gerade durch einen 1000 Seiten Roman), hatte ich statt 125 g Schokolade 160 g Schokolade geschmolzen, bevor ich meinen Fehler bemerkte. Also habe ich etwas mehr Kokosnussmehl und noch Kokosraspeln dazugegeben, damit das Ganze nicht "zu" schokoladig wird. Außerdem habe ich diese merkwürdigen Muffinsilikonformen für 7 Muffins, die bei mir ein Stiefmütterchendasein fristen. Da hat es mengenmäßig genau gepasst. Außerdem liebe ich Kokosraspeln. Damit enthalten diese Muffins sogar vier Kokosnussprodukte. Das Ergebnis ist sehr lecker und deshalb hier mein Rezept für alle Kokosnussliebhaber:

Queen of Coconut Chocolate Muffins (Gluten- and Dairy-Free)

- 80 ml (1/3 cup) extra virgin coconut oil
- 160 grams  bittersweet chocolate

- 40 grams shredded coconut
- 100 grams (about 1/2 cup) unrefined coconut sugar

- 2 large eggs

- 80 grams coconut flour
- 1/2 teaspoon baking powder
- a pinch of salt

Makes 7 muffins.

-Preheat the oven to 175°C (350°F) and line a 7-muffin baking tray with paper or silicone cups.

-Melt the chocolate with the coconut oil and 1 tsp water in microwave oven or in double boiler.

-Combine sugar and shredded coconut, add melted chocolate-coconut oil mixture, then add the eggs one by one, beating well after each addition.

-Combine the flour, baking powder and salt, fold into chocolate mixture.

-Pour the batter into the muffin molds and bake for  about 20 minutes, test with a toothpick for doneness.

Let cool completely before eating, if you can wait that long.

18 Juni 2011

Yeah, for Foodies

Hach, fühlt es sich gut an, wenn der eigene Hedonismus auch noch die Welt rettet ;)
Foodies Can Eclipse and Save the Green Movement

Hier gibt es den TEDx Vortrag From New York to Africa, Why Food is Saving the World
von Brian Halweil anzusehen.

17 Juni 2011

Capelin are rolling

Ganz in der Nähe, in Holyrood (was man als waschechter Neufundländer als 'Olyrood aussprechen muss) gab es wohl Capelin, aber der Sommer ist noch nicht in Sicht. Capelin kommen immer bei Nebelwetter, aber sooo kalt wie es heute gewesen ist, kann ich gar nicht glauben, das es schon Mitte Juni ist.
Fotos gibt's bei CBC.

16 Juni 2011

Im Nachtrag

zum Vortrag vom Montag: ein Interview mit CERN Dirktor Rolf-Dieter Heuer mit dem so netten sprachspielerischen Titel "A Matter of Anti-Matter".

15 Juni 2011

Fundstück

von meinem Schreibtisch:

14 Juni 2011

Eiskugeln statt Eisberge

Wanderer, kommst du nach Fogo, dann finde "Nicole's Growlers" in Nicole's Café . . . .
Die Saion beginnt  am 21. Juni. Es gibt dort unter anderem folgende Eissorten:

-partridgeberry jam tart
-strawberry rhubarb sorbet
-juniper berry coconut
-molasses raisin bread

Wenn es dieses Jahr nur Eisberge vor Labrador gibt und in Western Newfoundland, müssen wir uns ja schließlich mit etwas trösten, aber ehrlich gesagt sind 7 1/2 Stunden Autofahrt für eine Kugel Eis wirklich nicht zu vertreten, daher wird das heimische Eislabor -sobald die Temperaturen "Sommer" schreien- eröffnet.

13 Juni 2011

Herzberg Memorial Public Lecture

Heute gab es im Rahmen der nationalen Physikkonferenz in St. John's einen öffentlichen Vortrag vom Direktor des CERN zu den Hoffnungen der Forscher im Zusammenhang mit dem Großen Hadronen-Speicherrings und der Suche nach dem hypothetischen Higgs-Teilchen. Titel des Vortrags war

The search of a deeper understanding of our universe at the Large Hadron Collider: the World's Largest Particle Accelerator

Dieses Teilchen macht im sogenannten Standardmodell der Elementarphysik Sinn. Der Vortag war für ein fachfremdes Publikum gedacht, humorvoll, selbstironisch und informativ. Dabei habe ich zum ersten Mal verstanden, dass das Higgs-Teilchen eigentlich gar kein "richtiges" Teilchen ist, sondern erst in der Interaktion des Higgs-Feldes entsteht und überlege nun, welche Phänomene in anderen Gebieten vergleichbar sind. Ist schon faszinierend, dass man über 95% der Masse des Universums wenig bis nichts weiß, analog zu mehr als 95% des Genoms von dessen Aufgabe man auch wenig weiß.

Muss noch Robert Musils MoE zu Ende durchforsten, um dann Hermann Brochs Die Schlafwandler ebenfalls nochmal zu scannen. Der Vergleich scheint wenig originell, aber ich schaue mit einem besonderen Blickwinkel darauf. Warum habe ich mir bloß solche langen, komplexen Texte ausgesucht? Naja, there is a method to my madness: Das soll irgendwie zu einem Baustein für die Diss. führen.

Lieber würde ich aber jetzt gerade diese beiden Bücher lesen:



12 Juni 2011

Eintopfwetter

Obwohl es auf der Avalon-Halbinsel seit drei Tagen so kalt ist, dass man Linsen-, Bohnen- uns Graupeneintöpfe essen möchte, habe ich versucht die winterlichen Temperaturen durch Sommersalate zu bezwingen. Mal sehen, ob es hilft ;) Dieser Reissalat ist übrigens äußerst empfehlenswert, er wärmt durch den Ingwer von innen.



Ich fürchte übrgens, dass die Kühle die Black Flies konserviert, so dass wir noch eine Weile etwas von ihnen haben werden.

10 Juni 2011

Tempo

Wenn ich in diesem

Tempo weiter mache, werde ich an Weihnachten mit den Hausarbeiten fertig!



Noch ist mein "richtiges" Objektiv in der Reparatur. Das Fotografieren mit dem ganz einfachen Objektiv ist gewöhnungsbedfürftig. Mal sehen, ob das Leica-Objektiv repariert werden kann und wenn ja, wie teuer das wird.



Die Magnolie hat in diesem Jahr traurige drei Blüten, aber immerhin ist sie nicht eingegangen wie der "Russian Olive"-Strauch.

09 Juni 2011

A Prosperity Plan for Newfoundland and Labrador

Gestern gabe es eine interessante Gesprächsrunde im Harris Centre. Sobald das Video im Archiv ist, verlinke ich es hier. Das Mandat des Zentrums, die verantwortliche Entwicklung der Provinz zu fördern und Diskussionen um Provinthemen zu stimulieren wird unter der jetzigen Leitung vorbildlich erfüllt. Die Gesprächsrunden, werden in einem "live stream" gesendet, auch Leute, die nicht kommen können, sind in der Lage per Email Fragen an die Geprächsteilnehmer zu stellen.

Dr. Locke zeigte einige sehr aufschlussreiche Grafiken zur Finanzentwicklung Neufundlands in Bezug auf die Ölexploration, die zu einem ungekannten Aufschwung geführt hat. Wohin das Geld geht, war aber nicht so erfreulich.
























Over the past ten years, Newfoundland and Labrador has gone from poverty to prosperity, all due to revenues from non-renewable natural resources, especially petroleum. How should we spend this new-found – but temporary – wealth? Should we pay down the debt, invest in infrastructure, increase program spending in health, education and other sectors, or create a heritage fund for future generations?
Join Dr. Wade Locke, professor of Economics at Memorial University, in a lively discussion about how we should invest our new wealth for the greatest benefit of all citizens. He will be accompanied by three panelists representing each of the public, social and business sectors:
  • Lana Payne is the president of the Newfoundland and Labrador Federation of Labour
  • Bruce Pearce is the community development coordinator with the St. John's Community Advisory Committee on Homelessness
  • Jo Mark Zurel is the chair of the St. John's Board of Trade

07 Juni 2011

Zwei Semester später

Von September an bin ich meiner "Residence"-Pflicht an der Queen's University in Kingston, Ontario, im Rahmen meines Ph.D. Programmes nachgekommen. Sechs Kurse galt es zu absolvieren, eine Reihe von sogenannten "Comprehensive Exams" warten darauf geschrieben zu werden, bevor ich überhaupt an meine Dissertation dran darf. Dann kommt eine "Thesis Proposal", die man verteidigen muss und dann, ja dann darf man an's Schreiben. Aber davon bin ich leider noch weit entfernt.

Die zwei Semester waren spannend, aber es war zum Teil ganz schön schwer, am Wochenende nicht mal eben nach Hause fahren zu können. Immerhin liegen 2800 km zwischen Kingston und St. John's, eine 7-stündige Fährenfahrt inbegriffen.
Ich hatte zwar ein ganz nettes Zimmer in einem historischen Gebäude, in der Nähe des Hauses, das der erste kanadischen Premier Sir John Macdonald einmal bewohnt hat, aber obwohl Kingston am Wasser liegt, ist dieses Wasser, der Ontariosee, nun mal nicht das Meer. Und zu Hause ist es sowieso einfach viel viel besser, allein durch die Tatsache, dass es eben zu Hause ist und der Lieblingsreisende hier ist.

Ich habe aber wundervolle Freundschaften geschlossen und einige sehr schöne Erfahrungen sammeln können, die ich nicht missen möchte, zum Beispiel Figurentheater machen zu können.

06 Juni 2011

Winterschlaf

Noch sind die Temperaturen nicht sommerlich trotz des metereologischen Sommers. Leider sind die langfristigen Vorhersagen für das Wetter für unsere Gegend nicht besonders gut, aber was soll's. Ich bin jedenfalls wieder in Neufundland und werde versuchen hier wieder regelmäßig zu schreiben. Man soll es aber nach einem so ausführlichen Winterschlaf nicht übertreiben . . . .

Leider ist mein Kameraobjektiv in Prag kaputt gegangen. Daher gibt es erst einmal nur sehr wenige Fotos, zudem mit dem Handy oder anderem Gerät aufgenommen.

Wir haben jetzt die Nebeljahreszeit und Eisberge sind dieses Jahr nicht so viele in Sicht. Dafür Black Flies. In Massen.