31 Juli 2010

Wieder zu Hause



Das tut gut: Mit vielfältigen Eindrücken -von Begegnungen und Orten- wieder an dem Ort ankommen wo man zu Hause ist.

28 Juli 2010

Au revoir, Strasbourg!

Vier Monate waren wir hier zu Hause:



Schön war's. Sehr schön. Nun freuen wir uns auf's Meer. Nicht auf irgendeins, sondern auf das vor unserem Küchenfenster. Das Meer mit den Walen und Eisbergen, dem Packeis und den Bohrinseln, den Delphinen, den Inseln, den Capelin, den Fischerbooten und den Seehunden ...

27 Juli 2010

Kein Aufzug

Am Samstag fand der 52. Flohmarkt auf der Ill-Insel in Straßburg statt und somit wimmelte die Stadt von Händlern, Kauflustigen und Taschendieben. Eigentlich meide ich ja Menschansammlungen wie der Teufel das Weihwasser, aber nachdem dieses der vorläufig letzte Samstag in Straßburg sein würde, wollten wir eine Ausnahme machen und begaben uns mutig in die Menschenflut. Schon nach wenigen Metern Geschiebe hatten wir jedoch genug und was kann man Besseres tun, um dem wogenden Menschenauflauf zu entkommen, als in die Luft zu gehen. Allerdings nicht wie das bekannte Zigarettenmännchen ...

Schon seit unserer Ankunft hatten wir vor (und immer wieder verschoben wir das Vorhaben), die 330 Stufen zur Aussichtsplattform des Straßburger Münsters hinaufzusteigen. Am Eingang gab es allerdings zuerst eine amüsante Situation, als eine Gruppe älterer Damen voller Entrüstung ob des Fehlens eines Aufzuges kehrt machte.

Demjenigen, der es auch ohne Aufzug nach oben schafft, bietet sich eine interessante Perspektive auf die Baudetails des Münsters dar.













26 Juli 2010

Noch drei Mal

... schlafen.

So hätten wir es früher unseren Kindern gesagt, als sie noch klein waren und Wochentage für sie noch keine Bedeutung hatten.

25 Juli 2010

The Missing Part

Was für ein Zufall, dass es gerade heute einen Artikel im Spiegel zur aktuellen Deacon Retrospektive im Straßburger Museum für moderne zeitgenössische Kunst gab. Den Waliser Richard Deacon kannte ich nicht und war deshalb überrascht, dass er zu den wichtigsten zeitgenössischen Kunstschaffenden gezähltwird. Ob nun von Kunstkritikern als wichtig oder nicht erachtet, mir haben die offenen Skulpturen aus einer Kombination von Holz und Metall und die aus Keramikwerke gut gefallen, die metallenen Strukturen weniger. Im Gegensatz zum Artikelschreiber im Spiegel wirken diese Skulpturen nicht erstarrt, sondern lebendig, in Bewegung.





Was oben wie Intarsienarbeit aussieht ist übrigens nichts anderes als klug eingesetzter, bedruckter PVC-Bodenbelag .





Eine sehenswerte Ausstellung, mit Strukturen welche Fragen nach dem Innen und Außen stellen, nach Leere und Substanz.

Vom Museumscafé hat man übrigens einen schönen Blick zum Straßburger Münster über die gedeckten Brücke aus dem 13. Jahrhundert mit ihren vier Türmen. Die Brücke war Teil der Stadtverteigung um Straßburg mit 80 Türmen.

19 Juli 2010

Augen wie Karfunkelstein ...

Wer kennt nicht das von Tomi Ungerer illustrierte "Große Liederbuch"? Eine von meinen Kindern immer wieder mit wohligen Schauern betrachtete Zeichnung Ungerers war die zum Lied "Ein Jäger längs dem Weiher ging":



Ich hatte bis zum gestrigen Museumsbesuch immer geglaubt, dass das Liederbuch eine Auftragsarbeit gewesen sei. Aber im Interview gab Ungerer an, dass er mit dem Buch beabsichtigt hatte, den Deutschen ihre Lieder wieder zu geben, sie damit aufzufordern ihre Lieder wieder zu singen.

Der elsässische Globetrotter lebte von 1956 bis 1971 in New York, wo sein Talent erkannt wurde. Er hatte das Glück durch seine illustrierten Geschichten für Kinder (Die Abenteuer der Familie Mellops), endlich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Durch seine Protestplakate zum Vietnamkrieg machte er sich auch aks Grafiker einen Namen.

Im Jahr 1971 kehrte er New York aus vielfältigen Gründen den Rücken und zog ... nach Nova Scotia. Dort fotografierte er viel und nach seinem Umzug nach Irland entstand ausgehend von den Fotos die Reihe "Slow Agony". Zu sehen sind diese großformatigen Bilder in der aktuellen Ausstellung Les années canadiennes de Tomi Ungerer 1971-1975 in Straßburg.


Diese Bilder von zerfallenden Häusern und verrostenden Autos in der Wildnis könnten auch aus Neufundland sein.

17 Juli 2010

Bisschen Fisch gefällig?



Füttern kann man sie auch (mit der linken Maustaste), falls man sonst nichts zu tun hat. Hat den Vorteil, kein stinkiges Fischfutter verteilen und keine Algen entfernen zu müssen.

Settimana Lunatica


Nicht nur habe ich das wundervoll amüsante Büchlein Cipollas während meines Aufenthaltes in Bologna gelesen, sondern auch den bezaubernden Giardino del Guasto kennengelernt, wo es letzte Woche eine Mondwoche gab.
Der Garten ging vor 10 Jahren aus einer Bürgerinitiative hervor und ist seitdem ein viel genutzter Ort im Stadtteil.

Der Auftaktabend zur "Settimana Lunatica", an dem ich dort sein konnte, war sehr stimmungsvoll. An dem Mond hatten wir schon eine Weile gearbeitet. Zum Schluss sollte noch von innen beleuchtet und aufgehängt werden.



Die Ausführungen in den "Grundlegenden Gesetzen der menschlichen Dummheit"

des italienischen Wirtschaftshistorikers Carlo M. Cipolla legen die Vermutung nahe, dass die Entscheidung der Linken, die Wahl Gaucks zum Präsidenten zu verhindern, in den vierten Quadranten der Theorie Cipollas fällt. Was es mit dem vierten Quadranten auf sich hat, kann man hier nachlesen.

07 Juli 2010

Hitzewelle nicht nur in Ontario und Quebec

Es sind wahrlich nicht die Temperaturen, die mich veranlassen meine gegenwärtigen Koordinaten 48° 35′ N, 7° 45′ O aufzugeben und mich 4° Grad südlicher, zu 44° 30′N, 11° 21′E zu begeben. Hoffentlich sind die Züge kühl.

01 Juli 2010

Das Lied zum Kanadatag



von den Arrogant Worms, einem Trio, das sich in Kingston, Ontario, beim Campussender gefunden hat.

Happy Canada Day!

Im Gegensatz zum MacLeans-Canada-Test, wo es hauptsächlich Popgeschichte geht, hat der Test aus der Montreal Gazette richtige Fragen zur Geschichte Canadas.

Den feierlichen Tag habe ich statt mit Torte mit so einem ähnlichen Eis in Straßburg begangen: