24 Januar 2010

Arènes de Lutèce

(Text in Deutsch unterhalb der Fotos)

Well, we didn't fall into an oceanic trench, nor did we get lost in the Parisian underground. We were just too busy organizing stuff. All kind of stuff.

The weather in Paris is still grey and rainy and awful, but of course the temperatures are nowhere near the -17°C in Newfoundland.

I have not been taking many pictures, but have been still wandering around the new quartier. I feel like Alice, popping into interesting looking alleyways and passages.

And so I stumbled upon the Arena of Lutetia, the remains of a Roman amphitheater dating from the 1st century AD, used for about two hundred years, forgotten for 1400 years and rediscovered in the 19th century and put back into use as an open space community facility. The young ones play soccer, the older folks enjoy a game of boules and an argument.




So, wir sind weder im atlantischen Tiefseegraben verschollen, noch in der Pariser Unterwelt verloregn gegangen, obwohl ein Ausflug dorthin demnächst ansteht.

Das Wetter ist nach wie vor grau, regnerisch und kalt. Im Vergleich zu den Temperaturen, die z.Zt. in Neufundland herrschen (-17°C), ist es hier jedoch geradezu mild.

Bei einem meiner Spaziergänge bin ich zufällig auf die Arena von Lutetia gestoßen, das älteste Pariser Baudenkmal. Das römische Amphitheater wurde um das Jahr 100 n. Chr. erbaut und fiel nach 300 n. Chr. (nach seiner Zerstörung) in Vergessenheit. Erst bei Bauarbeiten im 19. Jahrhundert wurde es wieder entdeckt und im Laufe des 20. Jahrhunderts restauriert. Es dient der Naherholung. Im Sommer finden hier Theateraufführungen statt.

14 Januar 2010

Bis bald, von der anderen Seite des Teiches

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Ich habe die letzten Tage sooo viel zu tun gehabt.
Außerdem ist der nächste Eintrag wieder auf Englisch, weil ich dann im schönen Frankreich weilen werde. Der Wetterbericht sieht gut aus, kein Schneesturm, kein Eisregen, Wind an der Grenze.

Der CBC-Wetterfrosch erklärt warum es so ungewöhnlich schneefrei und verhätnismäßig warm ist.

09 Januar 2010

Das erste Mal

Ich glaube nicht, dass es für alles ein erstes Mal geben muss. Und tatsächlich gabe es heute ein "erstes Mal" auf das ich gut hätte verzichten können. Ich bin nämlich zum ersten Mal mit dem Auto im Graben gelandet. Dabei hatte es nur ganz wenig Schnee.

Da saßen wir nun mit Hund im Kofferraum und mit einer Seite des Autos im Wasser (ja nicht mal der gesamte Graben war gefroren). An aussteigen war auf der Beifahrerseite nicht zu denken. Zum Glück haben wir uns nur gedreht und nicht noch auf den Kopf gestellt. Manche Reflexbewegungen wie Gegensteuern sind schwer zu überwinden, so dass nur ein ein kleiner Impuls schon reicht.

Nun ja, wir haben einen Abschleppwagen gerufen und nachdem der uns endlich gefunden hatte, dauerte es auch nicht mehr allzu lang, bis wir unsere Heimfahrt fortsetzen konnten.

Nach ein bisschen Schneeschaufeln sitze ich nun beim warmen Feuer und einer Tasse Tee und freue mich, dass wir noch ganz sind. Der Hund hat übrigens ganz brav und gelassen ohne zu jammern oder zu bellen einfach gewartet. Das war einen extra Hundekeks wert.

Wie gut, dass ich meine Kamera dabei hatte, da wurde das Warten nicht so langweilig.
Man konnte beim Einschneien zuschauen. Ein seltsames Gefühl stellte sich ein.


Die Straße ist eher einsam, d.h. in der Dreiviertelstunde, die wir warteten, weil uns der Abschleppwagen nicht gleich fand, kamen nur 5 Autos vorbei, deren Fahrer alle anhielten und fragten, ob wir Hilfe bräuchten.


Auf dieser Seite auszusteigen wäre nicht sehr klug gewesen.


Endlich kam der Abschleppwagen und zog das Auto ganz professionell aus dem Graben. 100 $ später sind wir wieder im Warmen.


Es hat jetzt an die 10 cm geschneit, viel mehr als vorausgesagt wurde. Vielleicht reicht es doch noch für Snowshoeing diese Woche!

08 Januar 2010

Immer noch kein Schnee

Jetzt hatte ich mich schon so gefreut, dass es morgen schneien würde und nun zieht das morgige Wettersystem es vor, sich über dem Meer auszuschneien. Wahrscheinlich schneit es dann dafür, wenn wir nächste Woche zurück nach Europa fliegen.

Man könnte denken, selbst das vernünftige Winterwetter mache um das mit einem parlamentsauflösenden Premierminister "gesegnete" Land einen großen Bogen.

So warm, dass man im Garten arbeiten kann, ist es allerdings auch wieder nicht. Zu meiner Überraschung finden sich jedoch noch Hagebutten an den Sträuchern und selbst die Hortensien haben noch einen Hauch Farbe.



07 Januar 2010

Arktische Oszillation

Das derzeitige kalte Wetter in Europa führt -wie zu erwarten- zu hitzigen Wortgefechten zwischen Dogmatikern der politischen Rechten, vor allem in den USA, und Menschen, die die sogenannten "Climategate-Enthüllungen", nicht für solche halten, bzw. die bezüglich der globalen Klimaerwärmung nicht durch ideologische Scheuklappen am Denken gehindert werden. (Die durch bis jetzt unbekannte Hacker veröffentlichten, völlig aus dem Kontext zitierten Emails, müssen vielmehr als Sabotageversuch in Bezug auf die Weltklimakonferenz in Kopenhagenbetrachtet werden.)

Ja, es ist zwar in manchen Teilen Europas außergwöhnlich kalt, aber ist das etwa ein Anzeichen von globaler Klimaabkühlung?

Wissenschaftler haben das derzeitige Wettermuster als arktische Oszillation bezeichnet. Artikel gibt es dazu hier (NSIDC, Quelle der Abbildung), hier (NYT)und hier (BBC).



Unser CBC Weather Guy meint, dass es in NL jedenfalls deutlich wärmer ist:
So as you can see, the ENTIRE Province was above normal for the month of December. The extremes being in Eastern Labrador where you folks were between 6 and 7 degrees above normal. Cartwright and down through the Straits, 65 mm of Rain in December is crazy.
In Newfoundland the West Coast was more than 3 degrees above normal while St. John's was just a degree and half above normal.

Eine Fernsehserie, die in St. John's spielt

Gestern lief die erste Sendung der TV-Serie "Republic of Doyle" auf CBC. Da ich nie fernsehe, haben mich Freunde und Bekannte mehrfach darauf hingewiesen, diesen Film zu schauen, da er in St. John's spielt und viele Rollen mit gebürtigen Neufundländern besetzt sind.

Auf der CBC-Seite wird so für die Serie geworben:
Republic of Doyle combines the retro cool crime vibe of classic investigative shows like Rockford Files with the contemporary dramatic/comedic edge of Rescue Me and Californication, producing a blend of intriguing episodic mysteries woven with the always evolving (and sometimes regressing) relationship turmoil and dynamics of the fiery Doyle clan. This one-hour comic drama takes a peek into the lives of a not-so-everyday family with problems trying to make it all work as they run a very uncommon family business – a gumshoe racket in St. John’s, Newfoundland – out of a very full house.

OK, ich habe also brav um 21.30 Uhr vor dem Fernseher gesessen und mir die Sendung angeschaut. Was kann ich sagen? Abgesehen davon, dass Fernsehen totales Brainwashing ist.

Es geht um die Dynamik einer Vater- Sohnbeziehung in einem gemeinsamen Unternehmen. Damit es spannend wird, ist das Unternehmen eine Privatdetektei. Die Persönlichkeiten von Vater und Sohn sind sehr unterschiedlich. Der junge Doyle ist ein Hitzkopf, und obwohl der Schauspieler Allan Hawco wahrscheinlich die Hauptrolle wie vorgesehen spielt, werde ich mir die Serie nicht noch einmal antun. Es gibt entschieden zu viele dysfunktionale Beziehungen, deren Entwicklung mich nicht weiter interessiert, es gibt zu viele Verfolgungsjagden aus dem einzigen Grund, Tempo in die Geschichte zu bringen, und ich kann Fernsehwerbung nicht ertragen.

Wer aber gerne fernsieht, bzw. Serien schaut, wer gerne Detektivsendungen guckt, hätte vielleicht Spaß an der Produktion.

Warum es sich aber meiner Meinung nach am meisten lohnt, die Serie zu schauen, sind die (Luft-)Aufnahmen von St. John's.

Es gibt übrigens auch eine Facebookseite zur Serie und EDIT: hier kann man die erste Sendung online anschauen.

03 Januar 2010

Computerprobleme

Ich wollte nach ordentlichen Back-Ups nur ein kostenloses Upgrade zu Windows 7 machen. Eigentlich hatte auch alles scheinbar problemlos geklappt. Alle Daten waren noch da, aber ... der Rechner hatte auf diesem Weg sein "Selbstbewusstsein" verloren, d.h. er erkannte sich nicht mehr, wusste seine IP-Adresse nicht und konnte folglich auch nicht ins Internet. Catastrophe! Nach langem Hin und Her, Suchen in Foren und Anruf beim Support kristallierte sich heraus, dass es an dem Antivirenprogramm ESET-security liegen musste. Also flugs ESET deinstalliert et voilà das Internet ist wieder zugänglich. Und siehe da, beim Re-installieren gibt es auch einen Hinweis auf der ESET-Seite, dass es zu Problemen mit Windows 7 kommen kann. Hätten wir das mal früher gewusst. Ich hatte schon ordentlich geschwitzt, wie es jetzt weiter gehen würde.

Ein schöner Spaziergang macht mir jedoch immer wieder deutlich, worauf ich wirklich nicht verzichten kann:



In Nova Scotia und New Brunswick hat es am Wochenende ordentlich geschneit. Leider lässt der Schnee bei uns noch auf sich warten. Heute hat es den ganzen Tag nur geregnet. Wieder keine Chance für die Snowshoes.