Auf einem Rundgang, der leider etwas unstrukturiert, da völlig ohne Erläuterungen oder Führungen geplant war, konnte man in teilweise großem Gedränge durch das Gebäude wandeln.
Wir ließen es uns nicht nehmen auch im Kaffee eine Pause einzulegen.

Straßburg ist m.E. durch seine Geschichte in besonderer Weise als Standort für europäische Institutionen qualifiziert.
Ein Geschenk des Europarates and die Stadt kann in der Kathedrale bewundert werden. Das Fenster der Apsis:
Zum Vergrößern aufs Foto klicken
Man beachte die segnende Haltung der Madonna, die der Blachernenmadonna nachempfunden ist, das Symbol der 12 Sterne, das sich auf der Europafahne findet, sowie die Tauben die das Mittelmotiv mit der Jungfrau im Randmuster umflattern.
Den Heimweg traten wir auf unseren Drahteseln in einem Schauer an, der sich zu einem wahrhaften Guss entwickelte. Wir kamen völlig durchnässt zu Hause an. Meine regendichte neufundländische Jacke hat mir gute Dienste geleistet. Leider ist sie noch immer nicht getrocknet und dabei geht es doch morgen ins Breisgau.
4 comments:
Und mein Land gehört wieder mal nicht zu Europa. Eine Zeitung schreibt schon, wieviel wir sparen, weil wir beim vergangene Nacht beschlossenen Hilfspaket für Griechenland und Co. nicht mitmachen müssen... Nachdem wir auch nicht mithelfen, die Küste vor Somalia piratensicherer zu machen, obwohl unsere Wirtschaftsflotte die Route benützt...
Wenn es in der Schweiz ein Referendum gäbe (oder hat es das gar in letzter Zeit gegeben?, Entschuldige meine Ignoranz), wie würden die Schweizer heute stimmen? Pro oder Contra EU-Beitritt?
Ich denke contra. Die, vorsichtig ausgedrückt, Europa- und Einwanderungs- skeptische SVP ist stark.
Einen neuen Erlass können z.B. die Regierung oder Parlamentarier vorschlagen. Beitritte zu supranationalen Gemeinschaften unterliegen obligatorisch dem Referendum.
Es können aber auch Bürger 100'000 Unterschriften für eine neue Gesetzesidee sammeln und so eine Volksabstimmung erreichen. Unsere letzten Urnengänge, wie wir das nennen, betr. Europa kamen auf diesem Weg zustande.
2000: Bilaterale Verhandlungen/Abkommen statt EU, angenommen.
2001: "Pro EU", mit 77 zu 23% abgelehnt. ("Abwarten, wie's mit den Bilateralen läuft.")
(2002: Immerhin UNO-Beitritt angenommen, auch durch Volksinitiative.)
Lieber Gruss Heidi
P.s.:
2005: Beitritt zu Schengen/Dublin mit gut 54% angenommen.
Vielleicht hab ich noch mehr vergesssen.
Kommentar veröffentlichen