30 September 2009

Blick aus dem Fenster

Das Erste, das ich morgens mache, nachdem ich schlaftrunken aus dem Bett gekrochen bin und mir zum Wachwerden eine Tasse Früchtetee aus der Thermoskanne eingegossen habe, ist aus dem Fenster auf das Meer zu schauen. Es ist fast wie mein Tagesorakel. Als ob mir die Farbe, die Windrichtung oder der Wellengang sagen könnten wie der Tag wird.

Heute nun, war die Luft sehr klar, die Sonne beschien die andere Seite der Bucht so leuchtend, dass ich zum Fernglas greifen musste, um zu sehen, ob man wirklich mehr Einzelheiten sehen konnte. Und da waren sie: mindestens hundert Delphine schwammen in Richtung Conception Bay South, also von Norden in die Conception Bay hinein.

Man kann sie auf den Fotos erahnen. Draufklicken vergrößert die Bilder.






Habe ich schon mal gesagt, dass ich den Blick aus dem Küchenfenster mag?

29 September 2009

Hund über Bord

na ja, nicht ganz, sondern "über die Klippe", 20-30 Meter soll es dort steil sein, wo der Hund von abgestürzt ist.

Im Telegram gibt es einen Artikel mit Fotos zur Rettungsaktion mit Hilfe des Whale Watching Touranbieters O'Briens. Der Hund gehört Freunden hier im Ort, heißt Tugger und ist ein wunderschöner und netter, 12-jähriger Husky. Er hat sich einen Oberschenkelknochen gebrochen und wird gerade auf PEI im Atlantic Veterinary College operiert.

Sowas könnte uns auch jederzeit passieren, denke ich. Gemma rennt ja auch wie der Wirbelwind herum. Aber ob es deshalb besser ist, den Hund immer an der Leine zu halten, ist die Frage. Man könnte sonst unter Umständen mit abstürzen.

Update, 29.9., 23:15: Der Hund hat die OP überstanden. Alle Organe sind zur Überraschung der Ärzte intakt. Einer der hinteren Oberschenkel ist 7 mal gebrochen. Wären die Vorderläufe gebrochen gewesen, hätte er nicht schwimmen können und wäre ertrunken. Alles in allem sind die Ärzte überrascht, dass der Hund nur Knochenbrüche hat.

28 September 2009

Wahlbeteiligung

Ich habe gewählt, per Briefwahl, vor einigen Wochen schon. Ich gehöre also nicht zu den 29,2% Nichtwählern.

Dass es es keinen Unterschied machen würde, wen man wählt, wie man in Interviews mit Nichtwählern häufig als Argument für das Nichtwählen hört, ist meines Erachtens eine Ausrede für das Nichtauseinandersetzenwollen mit den Inhalten für die die Parteien stehen.

"Weil die Politiker alle ..." so fangen die Argumente häufig an. Und dann kommt irgendetwas von Politikern Verbocktes. Die Alternative wäre ja selbst Politik zu machen, was zum Glück ja auch einige tun. Die Mehrheit der Nichtwähler zieht es aber leider vor, nur über die Zustände zu meckern. Sehr bequem!

Leider zeigt die Tabelle, dass die Wahlbeteiligung mit dem Alter der Wahlberechtigten zunehmend sinkt. Aber das eigentliche Problem liegt wohl nicht darin, dass "die Jugend" einfach zu faul ist, sich mit den Inhalten auseinander zu setzen. Vielmehr glaube ich, dass es seit Jahren, ja Jahrzehnten in der Bildungpolitik eine Tendenz gibt, in der Jugendliche vor allem zu lernen scheinen, an der Wirksamkeit ihres eigenen Tuns und Einflusses zu zweifeln.

27 September 2009

Sowas

bringt mich zum Schmunzeln:

Pearls Before Swine

"pigified" statt "ratified" so simpel, aber so komisch!

Zur Comic-Webseite geht es hier.

Über die Comics kann man z.B. bei Wikipedia was lesen.

25 September 2009

Gesehen: "Tulpan" und "O''Horten"

Im Filmclub der Uni lief gestern Tulpan, ein hervorragender Film über eine der wenigen Familien in der kazakhischen Steppe, die noch in einer Yurte wohnen. Tradition und Modernität stoßen hier in ungeschönter Weise zusammen. Die Bilder der Steppe, die Windhosen mit Sand, das verletzte Kamel, die Geburtend er Lämmer sind eingebettet in die Geschichte um Asa, der versucht ein Mädchen, Tulpan, für sich zu gewinnen. Nur wenn er verheiratet ist, kann er eine eigene Herde bekommen. Tulpan ist allerdings das einzige Mädchen weit und breit.



Ein Artikel über Tulpan findet sich bei Wikipedia.

Letzte Woche lief ein norwegischer Film "O'Horten", der ebenfalls sehr poetisch und eigen war. Eine Produktion von Bent Hamer der "Kitchen Stories" drehte. Die Landschaft und das Wetter kamen uns aus Neufundland sehr vertraut vor.


Ein Besuch mit Fragezeichen

So ganz kann ich es noch nicht glauben welche zweifelhafte Ehre den Bewohnern Neufundlands nächste Woche St. John's entegengebracht wird. Der libysche Staatspräsident Gaddafi besucht mit einer 130-köpfigen Entourage die Provinzhauptstadt für einen Tag. Ob er sein Zelt hier aufschlagen wird?

Noch sagen die neufundländische Regierung und die Stadt St. John's, dass sie keine Treffen mit Gaddafi planen, aber das kanadische Außenministerium schickt seinen Außenminister.

Bericht bei CBC.

Warum landet er hier? Braucht er dafür ein Visum?

Update: Angeblich sollen bei einem Car Rental 65 Autos für Herrn Gaddafis Leibgarde gebucht worden sein, zu lesen in The Star.

Und noch was bei VOCM.

UPDATE 26.10.09: Wäre ja auch zu merkwürdig, um wahr zu werden. Der rätselhafte Besuch findet nun doch nicht statt. Artikel bei CBC.

22 September 2009

Herbstanfang



Die Jahreszeiten können wir deutlich an den Punkten ablesen bei denen die Sonne hinter Bell Island untergeht. Jetzt ist sie schon bei der westlichen Spitze von Bell Island.

Dieser Sonnenuntergangshimmel mit Mond ist von gestern Abend.(Beim Draufklicken wird die Aufnahme klarer.)

21 September 2009

18 September 2009

Kein Rätselbild,

dennoch ein Rätsel ist mir folgendes Gebilde am Hafen in Pouch Cove:


Zum Vergrößern bitte anklicken. Weiß jemand, was das sein könnte?

Glücklich der Hund, der sich an Partridgeberries gütlich tun und durch Pfützen waten kann.



Hier ein einsamer Phalacrocorax auritus unter Möwen.



Die Aufnahmen entstanden gestern bei einem schönen Spaziergang in Pouch Cove -sprich [puutsch]- (Richtung Shoe Cove) wo der East Coast Trail gleich hinter dem Postamt losgeht. Dagegen schüttete es heute aus Kübeln, wurde den ganzen Tag nicht richtig hell und blieb unter 10°C. Nicht mal Gemma wollte nach draußen.

11 September 2009

Essbare Fraktale

Dass Algorithmen so schön aussehen können! Die Krönung ist, dass sie auch noch essbare gibt, z.B. in Form eines Romanescos. Diesen gab es als Geschenk eines Nachbarn einer Freundin, gewachsen in einem Garten in Central Newfoundland, genauer in Gambo.

06 September 2009

Cornucopia

In den letzten Wochen war hier so viel los, deshalb gab leider auch keine Zeit etwas zu bloggen, auch heute nur ein kurzes Lebenszeichen.

Wir waren ein Wochenende in Trinity, haben in einem absolut schönen Ferienhäuschen übernachtet, Freundschaften geknüpft und gepflegt, unzählige Ausflüge gemacht, Wale sozusagen vor der Haustüre gesehen (direkt vor dem Hafenkai), Caplin gebraten, die Avalon-Knödelwoche ins Leben gerufen, mit Tiroler Speckknödeln begonnen und mit rumänischen Zwetschenknödeln fortgesetzt, Pfifferlinge und Steinpilze und noch mehr Blaubeeren gesammelt, Blaubeersorbet und Blaubeerjoghurteis gemacht, und gestern mit einem 15,5 km langen Spaziergang von Flatrock nach Pouch Cove gekrönt.
Diese Woche wird das Schreiben -so schwer es mir fällt und so gern ich es möchte- an der M.A. Arbeit fortgesetzt.