Ich habe gewählt, per Briefwahl, vor einigen Wochen schon. Ich gehöre also nicht zu den 29,2% Nichtwählern.
Dass es es keinen Unterschied machen würde, wen man wählt, wie man in Interviews mit Nichtwählern häufig als Argument für das Nichtwählen hört, ist meines Erachtens eine Ausrede für das Nichtauseinandersetzenwollen mit den Inhalten für die die Parteien stehen.
"Weil die Politiker alle ..." so fangen die Argumente häufig an. Und dann kommt irgendetwas von Politikern Verbocktes. Die Alternative wäre ja selbst Politik zu machen, was zum Glück ja auch einige tun. Die Mehrheit der Nichtwähler zieht es aber leider vor, nur über die Zustände zu meckern. Sehr bequem!
Leider zeigt die Tabelle, dass die Wahlbeteiligung mit dem Alter der Wahlberechtigten zunehmend sinkt. Aber das eigentliche Problem liegt wohl nicht darin, dass "die Jugend" einfach zu faul ist, sich mit den Inhalten auseinander zu setzen. Vielmehr glaube ich, dass es seit Jahren, ja Jahrzehnten in der Bildungpolitik eine Tendenz gibt, in der Jugendliche vor allem zu lernen scheinen, an der Wirksamkeit ihres eigenen Tuns und Einflusses zu zweifeln.