16 August 2009

Temperaturen

Noch ist das Wetter ganz angenehm, nicht zu vergleichen mit z.B. Turku (8°C) oder Montréal (32°C), aber nächste Woche soll es richtig abkühlen. Ausgerechnet am Dienstag soll die Höchsttemperatur 14°C betragen. Ein bisschen kalt für das gemütliche Picknick mit Blaubeerpflücken, das wir eigentlich vorhatten.

Aber insgesamt dürfen wir uns dieses Jahr nun wirklich nicht beklagen. Der Sommer war wunderschön, der Mai/Juninebel fiel aus, und die Blaubeeren sind schon reif.

12 August 2009

Chokeberry

Die "Black Chokeberry" (Aronia melanocarpa) wächst überall wild auf unserem Hang. Bei einem Vergleich der Blätter der Pin Cherry mit denen der Chokeberry haben wir dann diese Eiablage gefunden.

Ich wüsste zu gern, um wessen Eier es sich handelt.

11 August 2009

Heute im Angebot

...grüne Regenschirme für Spinnen:



Es gießt zur Zeit aus Kübelen. Da haben die Spinnentiere die Schutzschirmchen bitter nötig. Ich werde jetzt jedenfalls in Gummistiefeln in die Bibliothek pilgern.

09 August 2009

Die blaue Libelle












Dieses Bild basiert auf einem Foto von D., die Bearbeitung ist von mir.

06 August 2009

Neulich


bei Cape Spear konnte man Wale und Delphine zusammen beobachten. Aufgrund der Form des Wasserfontäne glaube ich, dass es sich um Finwale handelte. Walspezies in den Gewässern um Neufundland kann man auf dieser Seite betrachten.





EDIT: In einem Kommentar wurde darauf hingewiesen, dass es sich auf den Fotos um Buckelwale handelt. Das ist durchaus möglich, denn die Wale waren ja ein ganzes Stück von Cape Spear entfernt und somit konnte ich die Schwanzflosse ja nicht genau betrachten. Dass es schwierig ist, Finwale und Buckelwale auseinanderzuhalten, wird im Folgenden bestätigt:
Telling apart Fin Whales and Humpback Whales is easy when the whale happens to be close to the boat. From a great distance it away, however, it is not always a simple identification to make and I still get fooled after 21 years on the water! Both species are very common, very large, and feed in similar areas (often on the same prey). So if you should see a spout in the distance how would you recognize it as a Fin Whale or a Humpback? Often times the shape of the spout is your best clue. The "blow" or "spout" produced when a Humpback surfaces to breath is generally low and bushy-shaped. The Fin Whale blow, by comparison, is taller (~20 feet tall as compared to the humpbacks 10 to 15 feet) and much columnar. High winds, however, can distort the shape of the spout very quickly so spout shape is most useful on calm and wind-less days at sea. Quelle "Whale Watching from Gloucester"


Die Blasfontäne sieht jedoch eher wie die eines Finwals aus, wobei die Form aber durch den Wind beeinflusst werden kann. Der leichte Huckel jedoch auf dem die Rückenflosse sitzt zusammen mit der Position der Rückenflosse beim Abtauchen und das Anheben der Schwanzflosse vor dem Abtauchen deuten auf Buckelwale.

04 August 2009

Dreistigkeit kennt keine Grenzen

Kind Nr. 3 in Montreal sah sich vor einigen Wochen am hellichten Nachmittag einem dreisten Einbrecher gegenüber. Erst klingelte er. Weil niemand öffnete, nahm der offenbar ortskundige Einbrecher an, es sei niemand zu Hause und brach drei Hintertüren auf. Unsere Tochter hielt in ihrem WG-Zimmer allerdings nach einem anstrengenden Arbeitstag nur ein Mittagsschläfchen. Als der Einbrecher zu ihr ins Zimmer kam, war er deshalb sehr überrascht, jemanden vorzufinden und er entschwand "nur" mit einem Laptop des Mitbewohners.

Nun, etwa 6 Wochen nach dem ersten Einbruch kommt Kind Nr. 3 nach einer Filmnacht nach Hause und sieht die Wohnungstür offen stehen und das Licht angeknipst. (Die Wohnung ist eine ehemalige Ladenwohnung im Erdgeschoss mit Tür auf die Straße.) Es ist noch recht früh, sie traut sich nicht hinein, der Einbrecher könnte noch da sein, die Nachbarn mag man ob der frühen Stunde noch nicht wecken. Sie ruft bei uns an und wir raten, wieder die Polizei einzuschalten. Vorher geht sie aber auf eigene Faust hinein, die Angst um das Katerchen ist zu groß. Katerchen Louie ist noch da, aber auf den ersten Blick schon sieht man, was alles gestohlen wurde. Eine Katastrophe!

Die Polizei erscheint, ist ganz nett, recht kompetenzfrei wie beim ersten Mal, behauptet der erste Einbrecher sei gefasst worden (komisch, dass sie zu dem Vorgang nie kontaktiert wurde) und geht. Wir überlegen gemeinsam was zu tun sei. Kind Nr. 3 ist zu geschockt und kaputt jetzt am wirklich frühen Morgen alle noch vorhandenen wertvollen Dinge plus Kater zu packen und zu Freunden zu gehen und beschließt in der Wohnung zu bleiben. Schließlich ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Einbrecher in der gleichen Nacht noch einmal zuschlagen wird. SEHR unwahrscheinlich, sagen wir uns alle. Aber SEHR unwahrscheinlich ist wohl nicht unwahrscheinlich genug (Auch Supergaus in Atomkraftwerken sollen ja SEHR unwahrscheinlich sein.) Denn kaum hat sie sich nach Verrammelung der Türen mit Stühlen und mit Verteidigungswerkzeug bewaffnet in ihr Zimmer zurückgezogen und versucht ein bisschen zu schlafen, hörte sie ein lautes Geräusch, dann Straßengeräusche und Schritte im Wohnzimmer.

Was macht man in so einem Fall? Zuerst dachte sie, sie leide an Verfolgunsgwahn, aber als nicht mehr zu verleugnen war, dass wirklich jemand da war, rief sie laut er solle sich aus dem Staub machen, sie rufe die Polizei (natürlich in etwas kräftigerer Wortwahl).

Die Polizei kam auch sofort wieder, in großem Aufgebot. (Sehr effizient im kinoreifen Auftritt, aber zu ihrer Ehrenrettung muss man sagen, dass sie versucht haben auch beruhigend einzuwirken.) Aber was nun? Die Freunde arbeiten, die Nachbarn können nicht die ganze Zeit da bleiben, aber es gibt so Vieles zu organsisieren, Ersatz für Gestohlenes zu beschaffen. Aber nun ist die Angst zu groß, dass wenn man der Tür den Rücken dreht wieder jemand da steht. Das führt nun fast zu einer richtigen Paralyse.

Klar ist: eine neue Wohnung muss her. Ab Oktober ist das schon in trockenen Tüchern, aber zwischen jetzt und Oktober? Und mit dem nach Hause Kommen, ist es auch noch nicht einfacher geworden (immer noch fehlen die Reisedokumente).

Ach, es ist verflixt!

Update 23. 32 Uhr: wir haben doch noch passende "Travel Documents" (eine kleine Missinterpretation des Wortes "governmental" machte uns glauben, dass wir nur ein Dokument und nicht zwei hätten) für einen Inlandsflug zusammen gekriegt, so dass nach Schlosseinbau, Katerversorgung, Haussitterfindung und diversem Anderen, Kind Nr. 3 im Flugzeug nach St. John's sitzt und um ca 1 Uhr Mittwochmorgen hier ankommt, 13 Stunden bevor Kind Nr 2 nach Europa fliegt. Erstaunlich, wir hätten sogar noch einen Flug für 13 Uhr heute Mittag bekommen.

03 August 2009

Sonnenaufgang über dem Hafen von St.John's

Bei "Product of Newfoundland" habe ich gerade dieses Video im Zeitraffer gefunden. Sonnenaufgang ist zur Zeit gegen 5.40 Uhr.

01 August 2009

Cape St. Mary's


Mit Besuch fährt man auch mal fast zwei Stunden zu einem Felsen, wo "ein paar Vögel drauf hocken und nisten" wie Zyniker sagen könnten. Und obwohl die Fahrt recht lang ist und man nicht so viel Zeit dort verbringt wie die Fahrtzeit beträgt und andere Wandermöglichkeiten wegen des nicht so guten Wetters wegfielen, ist es immer wieder ein Erlebnis diese Vogelkolonie zu besuchen.

Cape St. Mary's liegt in "one of the world's most southerly expanses of sub-Arctic tundra." Das Gebiet wird zum Eastern Hyper-Oceanic Barrens gezählt.



Hier nisten etliche Seevögel. Am beeindruckendsten sind immer die Basstölpel, wie ich finde. Wikipedia weiß zu Cape St. Mary's folgendes:

It is home to one of Newfoundland's largest seabird colonies. Birds which nest here include Northern Gannets, Black-legged Kittiwakes, Common Murres, Thick-billed Murres, Razorbills and Black Guillemots. The ocean waters off the reserve also provides winter habitat for Harlequin Ducks, Common Eiders, Scoters and Long-tailed Ducks.