29 Mai 2009

Unverhofft

Dieses Boot wollte ich auf dem Nachhauseweg von der Uni fotografieren



und fand dann stattdessen etwas viel Interessanteres: eine Ente mit Nachwuchs.






Zuhause erwartete mich wunderschönes Gegenlicht in den Birkenblättern.

27 Mai 2009

Muster

An diesem Auto gehe ich seit Jahr und Tag vorbei, und wie die Natur um es herum verändert es sich auch.



Im Herbst liegen große gelbe Ahornblätter darauf, im Winter Schnee. Dann wieder bricht ein Ast von den umstehenden Bäumen ab oder, wie jetzt geschehen, es machen irgendwelche Leute ihre Schießübungen daran.




Während mich das Muster in Glas vom Ästhetischen her anspricht, ist mir der Gedanke, dass hier anscheinend überall Leute mit Schusswaffen herumlaufen nicht geheuer.

26 Mai 2009

Winter im Mai

Nach der sommerlichen Prélude haben wir mal eben einen kleinen Wintereinbruch gehabt.



Die "Eisheiligen" sind hier zu Recht erst Ende Juni.



Die Bilder von den Unwettern in Europa sind ja erschreckend: all diese riesigen Bäume die umgestürzt sind. Kein Wunder, dass bei uns, mit all dem Wind, der Baumbestand so klein und mickrig bleibt.

25 Mai 2009

Fliegen

von der besonderen Sorte. Little black buggers! Und deshalb aus besonderem Anlass ein Lied von Buddy Wasisname and the Other Fellers mit dem passenden Titel "Flies":

Am Hafen

gibt es immer etwas Interessantes zu sehen:

24 Mai 2009

Es ist Frühsommer

Korrektur: Es ist Black Fly Season!

Was mich dazu verleitet haben könnte zu hoffen, dass wir dieses Jahr von den Black Flies verschont bleiben könnten war ein außergewöhnlich milder Winter, relativ hohe Temperaturen, kein Nebel im Mai (!), dass beim Dorffaktotum Arnold alle Kürbissamen gesprossen sind und viele andere Indikatoren.



Sogar das Victoria Day Weekend war seit 1979 das erste Mal ein Sonnenscheinwochenende. Wie selten das passiert hat Buddy Wasisname in seinem Lied "The Pits" in dem 1992 erschienen Album "The Miracle Cure" schon verewigt:

The Miracle Cure
THE PITS

(CHORUS)
It's the 24th of May and we likes to get away
Up in the woods or going out the bay
There's all kinds of places but the place we likes to get
Is up on the highway in the gravel pits

We loves to go out in the good old gravel pits
We loves to go out there when life gets smelly
We can spray paint our names on the face of the cliff
Go up to the Irving for a coke and chips

Hitches up the camper and out of town we go
Out on the highway with everything in tow
The dog is in the back seat and Grandfather's drunk
Youngsters in the trailer and the wife is in the trunk

(CHORUS)
It's the 24th of May and we likes to get away
Up in the woods or going out the bay
There's all kinds of places but the place we likes to get
Is up on the highway in the gravel pits

John is coming over and Sue and Henry too
We polish off a bottle and a pot of moose stew
We tell a few stories, an awful lot of lies
Green boughs on the fire to keep away the flies

The youngsters gets excited then they starts to bounce and jump up
When we piles in the car and goes up to the dump
It's cheaper than the movies so we all sits and stares
Up by the garbage b'y you're lookin at the bears

(CHORUS)
It's the 24th of May and we likes to get away
Up in the woods or going out the bay
There's all kinds of places but the place we likes to get
Is up on the highway in the gravel pits

We flies a Newfie flag on an old spruce pole
And drowns a few worms in a tractor mud hole
Then listens to the radio we plays it good and loud
A scoff on the Coleman stove is bound to draw a crowd

When the weekend's over and we're headed back to town
A half inch of sloppy snow lying on the ground
A hundred dollars poorer, who wants to be rich
We just had a lovely time out in the pits

(CHORUS)
It's the 24th of May and we likes to get away
Up in the woods or going out the bay
There's all kinds of places but the place we likes to get
Is up on the highway in the gravel pits
Is up on the highway in the gravel pits

(Das Lied habe ich nicht bei Youtube gefunden, aber dafür gibt es hier das Schokoladenlied von Buddy Wasisname and the Other Fellers.)

Freitag war ein wunderschöner warmer Tag. Ich hatte es mir mit Tee, Kissen, Sonnenhut und -brille, Büchern, Kamera, Notizheft draußen so richtig gemütlich gemacht und eine Menge geschafft.



Samstag schien die Sonne ebenso schön, allerdings war der Nordwind sehr kalt, so dass nicht daran zu denken war im T-Shirt draußen zu sitzen. Und heute nun, wunderschönes warmes Wetter, ich also raus zum beliebten Multi-Tasking Telefonieren cum Unkrautzupfen. Nach 20 Minuten bin ich nun dermaßen von diesen kleinen schwarzen Biestern angefressen, dass ich mich ins Haus flüchten muss. Schade!

17 Mai 2009

Monitorfarben

Mein alter Laptop und mein externer Monitor haben unterschiedliche Farben. Das wäre insofern egal, als dass ich ja davon ausgehen könnte, dass die Farben der Fotos nur auf meinem alten Laptop verwaschener aussehen als auf dem großen Monitor.

Leider habe ich jetzt festgestellt, dass auch auf neueren Monitoren die Fotos nicht die gleiche Brillanz haben wie auf meinem großen Monitor. Auch beim Drucken weichen die Ergebnisse von dem Bild auf dem Monitor ab. Dabei dachte ich, dass ich den Monitor am Anfang richtig kalibriert hatte. Aber da muss ich wohl noch mal ran. Richtig frustrierend ist das, wenn die Bilder so unterschiedlich aussehen.






16 Mai 2009

Ah, Magnolien!

Vor zwei Jahren bekam ich von meinem Sohn ein Magnolienbäumchen zum Geburtstag geschenkt. Zu meiner Überraschung überlebte es den ersten Winter, blühte aber im Frühjahr nicht. Kein Blütenknospenansatz weit und breit. Das konnte mehrere Ursachen haben: das Klima könnte für Magnolien hier einfach zu feindlich sein, aber auch das Umpflanzen könnte die Blütenproduktion pausieren lassen.

Und siehe da, heute entdeckte ich, dass die Knospen augesprungen sind und nicht nur Blätter sich darin verborgen hielten, sondern Blütenblätter!

Die erinnern mich ganz entfernt und mit Wehmut an die großen Magnolienbäume in Lindau an der Promenade!




Kennt jemand ein Gedicht zur Schönheit von Magnolienblüten?

15 Mai 2009

Das Ende?



Sieht so das Ende aus?



Ob es mal früher so ausgesehen hat?

Schönes Wetter

Hinter dem Schreibtisch zu sitzen fällt mir bei schönem Wetter schwer. Also habe ich einen kleinen Ausflug in den Wald gemacht und mal von einer anderen Seite in St. Philip's fotografiert.


Wir haben Nordwind und obwohl es sonst wirklich warm war: am Wasser brauchte man doch eine dicke Jacke. Es hatte etwa 60 km/h Windgeschwindigkeit.



Ein Nachbar hat seinen alten Wurzelgemüsekeller mit einer knallroten Tür versehen.

14 Mai 2009

Dieses und auch Jenes

Heute habe ich wieder meinen "Marathon"unterricht gehabt: drei Stunden am Stück. (Im Vergleich zum Unterrichtspensum an einer deutschen Regelschule ist das natürlich gar nichts , aber ich finde, es ist die eine Klasse, die man über die ganzen drei Stunden hat, was etwas anders macht. Da muss man ganz anders planen als für Einzelstunden, damit die Dynamik erhalten bleibt. An einem Tag gehen wir den Stoff von einer regulären Woche durch. Die Klasse ist ganz schön überschaubar, nur 18 Studenten. Heute kam ein neuer Student dazu, ein älterer Labradorianer, der noch von den Herrnhutern überliefertes Deutsch kann. Ich hoffe, dass ich Zeit habe, mich mit ihm noch etwas zu unterhalten. Er hat auch einen ganz deutschen Namen. Wenn man sich für Labrador den Zensus von 1935 anschaut, findet man interessante Namen.

Ansonsten habe ich gestern mit zwei Jägern gesprochen, die Seehunde in der Bucht gejagt hatten. Bis Anfang Juni ist die Jagd erlaubt. Und anders als manche militante Organisation* es darstellt, werden die Tiere schon mit Gewehren geschossen und fristen sicherlich kein schlechteres Leben als ein Schwein in einem Mastbetrieb.

Die Jäger meinten, die Seehunde hätten dieses Jahr fast gar kein Fett unter dem Fell. Das deute daraufhin, dass sie hungerten. Ob es tatsächlich so ist, dass die Robben allen Fisch wegfressen und jetzt an ihrer eigenen Überbevölkerung eingehen, wie mir gestern versichert wurde, lasse ich mal dahin gestellt. Aber eines der Robbenfelle hatte wirklich kein bisschen Fett unter der Haut und war doch so groß wie das andere.

Ich hatte auch meine Kamera dabei, aber habe nur ein paar Fotos gemacht, die ich hier vielleicht nicht hochlade, wegen der zarteren Gemüter (Blut und Messer "machen sich" einfach nicht mehr so gut, wo wir unsere Lebensmittel hauptsächlich abgepackt aus dem Supermarkt bekommen)

*Damit meine ich nicht Greenpeace.

Daher ein Stellvertreterbild:
Halte doch mal bitte ein Auge auf mein Holzstück. - Gerne.

12 Mai 2009

Neuer Kurs

Jedes Mal, wenn ich ein paar Monate nicht unterrichtet habe, glaube ich, dass ich es nicht mehr kann. Dass ich mich nicht vor eine Klasse stellen kann und ihnen den richtigen Input geben kann, damit sie lernen können. Denn beibringen kann man bekanntlich niemandem was. Man kann nur sinnvoll strukturierten Input geben, das Lernen müssen dann die Lerner selber organisieren.

Aber zu häufig trifft man leider auf zu völliger Passivität konditionierte Studenten. Da kann man noch so viel kreativen Inout geben ...

Na ja, und dann denke ich immer, was kann ich denn schon? Und dann möchte ich am liebsten zu Hause bleiben und an meinen kleinen Assemblagen und Bildern arbeiten oder in der Küche experimentieren ...

Aber jetzt habe ich es geschafft. Der erste Tag von den 12 Tagen Intensivkurs sind um. 12 Tage à 150 Minuten Deutschanfangsunterricht. Und wie immer ist es gar nicht so schlimm, und nach den ersten 15 Minuten beginnt es auch schon wieder Spaß zu machen.

Wie immer ist das Spektrum der Studenten breit gestreut ...

Gleich ist auch meine Sprechstundenzeit um. Da kann ich dann ganz beruhigt nach Hause gehen und mich in meine MA-Hausarbeitslektüre vertiefen. (Hoffentlich gibt es etwas Essbares zu Hause!)

10 Mai 2009

Muttertag

-so wie andere institutionalisierte Gefühlszeigetage wie Valentinstag und Vatertag- ist mir an sich ein Graus.

Aber manchmal, wenn ich an verlassenen Häusern vorbeikomme und mir vorstelle, dass dieses heute ganz verfallene Gebäude jemandem einmal ein zu Hause war und dass in den Worten meiner Kinder, es gar nicht so selbstverständlich und einfach ist, so ein Zuhause zu schaffen und es häufig die Hauptarbeit der Mütter gewesen ist, dann denke ich dass so ein Tag wie der Muttertag nicht verkehrt ist. Allerding ohne das sentimentale Gesülze, das in unserer medialisierten Welt dazuzugehören scheint.

Auch hier hat jemand mal Pflaster auf aufgeschlagene Knie geklebt, Erkältungen mit Hausmitteln kuriert, mit wenigen Mitteln versucht Lieblingsgerichte auf den Tisch zu bringen, sich um großen und kleinen Kummer gekümmert, sich mit Geburt und Tod auseinandergesetzt, Ängste um die Großen und Kleinen ausgestanden und wahrscheinlich viel zu wenig Zeit und Muße für sich selbst gehabt oder -wie heute eher wahrscheinlich- genommen.

Väter tun das alles natürlich auch, aber in den vergangenen Generationen waren es doch vielerorts hauptsächlich die Mütter. Vielleicht wird der Muttertag in nicht allzu weiter Zukunft von einem Elterntag abgelöst?






09 Mai 2009

Meerwasser

Am Hafen über das klare Wasser gestaunt, so leuchtend klar und grün, dass man sich in der Karibik wähnen könnte, wäre es 20°C wärmer. So mussten wir uns bei auffrischendem Wind in Fleecejacken hüllen. Morgen soll es den ganzen Tag regnen, vorausgesagte Höchsttemperatur 5°C.



08 Mai 2009

Verkauft!

Wow! Das ging schnell. Das Bild ist etwa 55x33cm groß (wenn ich mich recht erinnere) und ist im Giclée-Verfahren auf schwerem Kunstpapier gedruckt. Mit Passepartout und schwarzem Holzrahmen: 300 CAD.



Titel "Metamorphosen" Liatris spicata
(From Bud to Bloom)

Eine Woche lang habe ich jeden Tag ein Foto von dieser Blume gemacht und am Ende digital übereinandergelagert.

Kettenreaktion

Den Anblick erspare ich Ihnen. Das darf sich bitte jeder selbst vorstellen. Aber erzählen möchte ich schon, dass es heute morgen eine lauten Schlag in der Küche tat. Ich nahm an, dass meine umgekehrten Mikadospielfähigkeiten doch nicht so großartig waren wie ich gehofft hatte. Ich hatte neben die Spüle in eine Schüssel ein Standsieb mit diversen Messern gestellt, und darauf ein Schneidebrett mit noch mehr Messern und bin dann E-Mails lesen gegangen, als es diesen Schlag tat.

Mein erster Gedanke war: hoffentlich ist kein Messer auf den Hund gefallen, der ja gerne in der Küche strategisch platziert liegt! Aber da sich nichts rührte, schien alles in Ordnung zu sein und ich verschob das Nachschauen auf später. Als ich dann beim Hinausgehen noch einmal einen Blick auf mein Küchenmikado warf, sah ich, dass das vom Sieb abgerutschte Schneidebrett mit der Ecke den auf das Kompostiertwerden wartendem Kaffeesatzbehälter getroffen hatte und dieser wie von einem Schwungbrett aus über die gesamte Arbeitsfläche katapultiert worden war. Fazit: Alles schwarz mit Kaffeesatz.

Sie wissen jetzt womit ich die nächste halbe Stunde zubringen werde.

Aber dafür geht's nachher zur Vernissage in der Unibibliothek, wo zwei meiner Bilder in der Gruppenausstellung gezeigt werden.

Das war ein kurzer Ausflug

zu Wordpress!

Obwohl ich die Plattform ästhetischer finde, bleibe ich vorerst bei Blogspot. Ich werde das Worpress-Blog für besonders schöne Fotos behalten in Form eines Fotoblogs.

Ich warte nämlich schon sehnsüchtig auf die Ankunft meiner neuen Kamera. Das Objektiv-das-es-sein-muss ist aber momentan nirgends zu bekommen. Erst im Juni. Deshalb erwarte ich noch nicht so viel von der neuen Kamera. Mehr wird aber nicht verraten.

Aber so wie ich gerade mit Büchern und Artikeln eingedeckt bin, ist es besser so. Bis Mitte August sollte die Magisterarbeit fertig sein und ab nächster Woche unterrrichte ich für sechs Wochen einen DaF-Intensivkurs, da bin ich zwei Tage in der Woche außer Gefecht für was anderes.

Also Entschuldigung für dieses Hin und Her. Ich habe keine Zeit für den Blogumzug und die Kommentare waren mehrheitlich sowieso für das alte Layout.

03 Mai 2009

Blog-Umzug

Vielleicht zieht mein Blog hierhin um. Ich poste jedenfalls vorläufig da. Die Sidebar usw. folgen in den nächsten Wochen, wenn es mir dort gefällt.

Gehen Sie doch mal schauen und lassen Sie mich mal wissen, wie es Ihnen da drüben gefällt.

EDIT:
Apologies to my English language readers, for not posting the preceding stuff in English: I may be moving this blog over the next couple of weeks. Go and have a look over here and let me know what you think about the layout.

Mes excuses aux lecteurs et lectrices francophones pour ne pas avoir fait l'annonce en francais: Dans les semaines à venir je vais probablement transferer ce blog sur un autre site. Allez voir ici, si cela vous plait et laissez-moi un commentaire svp.

02 Mai 2009

Yummy!



In Weißwein gedünstete Regenbogenforelle mit Salatblättern, einer geraspelten Knolle Rote Beete, Feigen und einer Ahornsirup-Vinaigrette.

01 Mai 2009

Rotary Sunshine Park

Auf der Ortsgrenze zwischen St. John's und St. Philip's liegt der kleine Rotary Sunshine Park in dem ich spazieren gehe, wenn es anderswo zu windig ist. Man ist von uns aus in etwa 5 Minuten mit dem Auto beim Park. Der Park ist allerdings so klein, dass man mindesten zweimal die labyrinthartigen Wege laufen muss, damit es sich lohnt hierher gekommen zu sein.

Hunde müssen eigentlich an der Leine geführt werden, aber zur Zeit sind wir meistens ganz alleine dort, so dass wir ab und zu Ausnahmen machen. Wir gehen auch immer mit Plastiktüten ausgestattet spazieren, um es zu keinen Hinterlassenschaften der Vierbeiner kommen zu lassen. Zum Glück gibt es in diesem Park auch genügend strategisch platzierte Mülleimer.



Gemmas Freund Ned ist ein etwas übergewichtiger Australischer Miniaturschäferhund. Wegen der zusätzlichen Pfunde ist er meistens nicht so schnell beim Wettrennen, obwohl Gemma mit ihren 10 Jahren doppelt so alt ist. Aber sie verstehen sich trotzdem so gut, dass ein Tag ohne Spaziergang mit Ned, für Gemma kein schöner Tag ist.



Durch einige Windstürme gab es enorm viel Windbruch. Mancher Baum wurde ganz zerzaust und brach dann in bizarren Formen ab.