30 April 2009
Irgendwann
... hat jemand dazu einmal gesagt:"Mein Boot und mein Haus." Dieser jemand lebt offensichtlich nicht mehr und so zersetzen sich das Boot und das Haus, die sonst von einer lebendigen Hand gepflegt worden wären, Jahr um Jahr, Stückchen um Stückchen.

29 April 2009
Das Ende ist nah!
Wie, Sie glauben das nicht? Sie halten das für apokalyptische Panikmache? Na, ob Sie nicht ein bisschen zu viel durch die rosarote Brille schauen?
Schweinegrippe, Abschmelzen der Antarktis, Bankencrash, die biologische Artenvielfalt hat begonnen sich umgekehrt proportional zur Vielfalt im Salatdressingregal zu verhalten, Stephen Harper ist noch immer an der Regierung,Vulkanausbruch auf den Galapagos-Inseln usw. und so fort. Die Liste ließe sich fortsetzen.
UND dann das Tüpfelchen auf dem i, heute Nacht ein Erdbeben in Neufundland! Seit wann bebt es denn hier?
Na gut, als wir in Kobe, Japan, wohnten, wurde uns versichert, dass die großen Erdbeben alle in Tokyo stattfinden...Das letzte große Beben fand 1929 vor der Burin-Halbinsel statt und produzierte eine 27 m hohe Tsunami, aber so was gerät in anscheinend schnell in Vergessenheit.
Artikel und Karten gibt es hier, hier, hier und hier. Aber ehrlich gesagt, wirft einen ein Erdbeben der Stärke 3.4 nicht aus dem Bett und ein Kommentator meinte ganz richtig
Hoffentlich bleibt das so.
Schweinegrippe, Abschmelzen der Antarktis, Bankencrash, die biologische Artenvielfalt hat begonnen sich umgekehrt proportional zur Vielfalt im Salatdressingregal zu verhalten, Stephen Harper ist noch immer an der Regierung,Vulkanausbruch auf den Galapagos-Inseln usw. und so fort. Die Liste ließe sich fortsetzen.
UND dann das Tüpfelchen auf dem i, heute Nacht ein Erdbeben in Neufundland! Seit wann bebt es denn hier?
Na gut, als wir in Kobe, Japan, wohnten, wurde uns versichert, dass die großen Erdbeben alle in Tokyo stattfinden...Das letzte große Beben fand 1929 vor der Burin-Halbinsel statt und produzierte eine 27 m hohe Tsunami, aber so was gerät in anscheinend schnell in Vergessenheit.
Artikel und Karten gibt es hier, hier, hier und hier. Aber ehrlich gesagt, wirft einen ein Erdbeben der Stärke 3.4 nicht aus dem Bett und ein Kommentator meinte ganz richtig
but I would bet that some Conception Bay kitchen parties rock harder than a 3.4
Hoffentlich bleibt das so.
27 April 2009
Hum
Nachdem ich mich immer noch ärgere, dass jemand aus der Uni-Verwaltung mit dem ich heute eine Verabredung hatte, mich mit einer fadenscheinigen und nachweisbar unwahren Behauptung versetzt hat, habe ich zum Abreagieren Filmchen geguckt. Nicht gerade produktiv, aber eine Stunde war ich auch schon spazieren und schreiben werde ich auch noch etwas.
26 April 2009
Wetterbericht
Eigentlich habe ich gar keine Zeit irgend etwas anderes zu machen, als meine schon terminlich etwas späten Arbeiten zu erledigen, aber es soll morgen schon wieder so kalt werden und auch ein paar Flocken schneien, dass ich einfach mal Pause gemacht habe.
Die letzten zwei Wochen habe ich ja wörtlich nichts anderes gemacht als gelesen und geschrieben. Der Lieblingsreisende war nicht hier, was sehr praktisch für meinen völlig verrückten Tagesablauf war.
Aber mit ihm ist das gute Wetter hierher gekommen, das muss einfach genossen und für die Gartenarbeit genutzt werden. Morgen geht's dann wieder weiter mit Lesen und Schreiben.

So schön war es schon heute Morgen zu Hause.

Der heutige Spaziergang führte uns dann mittags zum Greyman's Beard, einer Erhebung etwa 10 Minuten mit dem Auto von uns entfernt, mit einem Blick, der einen viel weiter vom Alltäglichen entfernt, als die tatsächlichen Kilometer.


Die letzten zwei Wochen habe ich ja wörtlich nichts anderes gemacht als gelesen und geschrieben. Der Lieblingsreisende war nicht hier, was sehr praktisch für meinen völlig verrückten Tagesablauf war.
Aber mit ihm ist das gute Wetter hierher gekommen, das muss einfach genossen und für die Gartenarbeit genutzt werden. Morgen geht's dann wieder weiter mit Lesen und Schreiben.
So schön war es schon heute Morgen zu Hause.
Der heutige Spaziergang führte uns dann mittags zum Greyman's Beard, einer Erhebung etwa 10 Minuten mit dem Auto von uns entfernt, mit einem Blick, der einen viel weiter vom Alltäglichen entfernt, als die tatsächlichen Kilometer.
Colaptes auratus
Gestern Nachmittag, dem ersten Nachmittag der wahrhaftig T-Shirt warm war, kam aus diesem Baum ein seltames Geräusch, was schnell als Spechtklopfen identifizierbar war.

Es handelte sich um einen sogenannten Northern Flicker, oder auch Colaptes auratus.

Auf der University of Cornell Webseite gibt es wie immer interessante Info zu Vögeln jeglicher Art.


Der "Schnurrbart", die schwarze Zeichnung unterhalb des Schnabels, ist das Kennzeichen der Männchen.
Und so sieht das Werk eines Nachmittags aus. Die äußere Öffnung ist etwa so groß wie eine Mandarine.
Es handelte sich um einen sogenannten Northern Flicker, oder auch Colaptes auratus.
Auf der University of Cornell Webseite gibt es wie immer interessante Info zu Vögeln jeglicher Art.
Der "Schnurrbart", die schwarze Zeichnung unterhalb des Schnabels, ist das Kennzeichen der Männchen.
Und so sieht das Werk eines Nachmittags aus. Die äußere Öffnung ist etwa so groß wie eine Mandarine.
Aller Anfang ist schwer
..., vor allem, wenn man immer wieder von vorne anfangen muss. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Bäume, z.B. unseren kleinen Kastanienbaum. Der Flaneur erinnerte mich in diesem Eintrag daran, wie schön richtig große Kastanienbäume sind. Unser Bäumchen ist schon zweimal angeknabbert worden. In diesem Winter haben wir einen Drahtschutz drum herum gemacht. Das scheint gewirkt zu haben. Der Elch musste seinen Appetit woanders laben.

Trotzdem wird es noch eine ganz schöne Weile dauern, bis der Baum genügend Schatten wirft, um sich darunter setzen zu können. Ich glaube, er geht mir gerade bis ans Knie.
Trotzdem wird es noch eine ganz schöne Weile dauern, bis der Baum genügend Schatten wirft, um sich darunter setzen zu können. Ich glaube, er geht mir gerade bis ans Knie.
24 April 2009
müssen-sollen-wollen-können
Gerade fühle ich mich wie ein im Haus eingeschlossenes Tier. Das Wetter ist so schön und wird am Wochenende noch besser, aber ich habe keine Zeit im Garten zu grubeln. Keine Zeit für die kleinen Installationen aus Schwemmholz, die die ganze Zeit in meinem Kopf herumspuken. Eine Hausarbeit, ein Online-Kurs und der M.A. Thesis-Prospectus warten darauf geschrieben, bzw. abgeschlossen zu werden. Am besten bis nächste Woche!
Zum Glück MUSS ich mit dem Hund spazieren gehen.



Zum Glück MUSS ich mit dem Hund spazieren gehen.
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23 April 2009
" Ich wollt, ich wär' ein Huhn"
... ist der Soundtrack zu diesem Posting. Lied bitte im Hintergrund dazu denken oder hören. Man lege auf die Strophe "Ich wollt, ich wär' ein Hahn" besonderes Gehör.
Vorgestern bekam ich nämlich von einer Nachbarin Eier geschenkt. Ihre Hühner haben dieses Jahr überraschenderweise keine Winterlegepause gemacht und sie weiß gar nicht wohin mit den ganzen Eiern. Das ist kein Problem, denke ich, wir nehmen doch gerne Eier von Antibiotika-freien, sommers wie winters im Garten frei herumlaufenden Hühnern, selbst bei Eis und Schnee. Die ersten 24 Eier waren umsonst, jedes weitere Dutzend kostet einen Dollar. Damit kann ich leben. Ein Dutzend Eier aus der Bio-Abteilung des Supermarktes kosten hier etwa 4.80, reguläre um die 3 Dollar.
Aber da ein Ei von gegenüber (das Haus liegt auf der anderen Seite vom Hafen) wesentlich kleiner ist, als ein "Supermarkt"-Ei, muss man beim Kochen und vor allem Backen wohl zwei zu eins rechnen. Das muss ich mal auswiegen.
Die Eier schmecken jedenfalls lecker und kein bisschen komisch, wie einige andere Eiabnehmer kommentiert haben. Die kennen vielleicht nur die von den mit Antibiotikum-Fertigfutter-Fischmehl gefütterterten Hühnern. Dass es übrigens freilaufende Hühner auf Hühnerhöfen besser hätten, als ihre bedauernswerten Käfigartgenossen, stimmt zumindest nicht, wenn die Konzentration von Huhn zu Freifläche zu groß ist. Nachzulesen beim Spiegel.

Bon appétit!
Vorgestern bekam ich nämlich von einer Nachbarin Eier geschenkt. Ihre Hühner haben dieses Jahr überraschenderweise keine Winterlegepause gemacht und sie weiß gar nicht wohin mit den ganzen Eiern. Das ist kein Problem, denke ich, wir nehmen doch gerne Eier von Antibiotika-freien, sommers wie winters im Garten frei herumlaufenden Hühnern, selbst bei Eis und Schnee. Die ersten 24 Eier waren umsonst, jedes weitere Dutzend kostet einen Dollar. Damit kann ich leben. Ein Dutzend Eier aus der Bio-Abteilung des Supermarktes kosten hier etwa 4.80, reguläre um die 3 Dollar.
Aber da ein Ei von gegenüber (das Haus liegt auf der anderen Seite vom Hafen) wesentlich kleiner ist, als ein "Supermarkt"-Ei, muss man beim Kochen und vor allem Backen wohl zwei zu eins rechnen. Das muss ich mal auswiegen.
Die Eier schmecken jedenfalls lecker und kein bisschen komisch, wie einige andere Eiabnehmer kommentiert haben. Die kennen vielleicht nur die von den mit Antibiotikum-Fertigfutter-Fischmehl gefütterterten Hühnern. Dass es übrigens freilaufende Hühner auf Hühnerhöfen besser hätten, als ihre bedauernswerten Käfigartgenossen, stimmt zumindest nicht, wenn die Konzentration von Huhn zu Freifläche zu groß ist. Nachzulesen beim Spiegel.
Bon appétit!
22 April 2009
Suchanfrage des Tages:
"blogging iceberg".
Also, wenn jemand da draußen auf einen bloggenden Eisberg trifft, sagen Sie mir bitte Bescheid! Den nehme ich dann vorübergehend, versteht sich, in die Blogroll auf.
Wer möchte, kann aber in der Zwischenzeit Zwei Neuseeländer und einen Eisberg vor Quidi Vidi Gut in einem CBC-Video begucken (Sorry, da war zuerst ein falscher Link drin!) . Mehr über Quidi Vidi bei Wikipedia.
Also, wenn jemand da draußen auf einen bloggenden Eisberg trifft, sagen Sie mir bitte Bescheid! Den nehme ich dann vorübergehend, versteht sich, in die Blogroll auf.
Wer möchte, kann aber in der Zwischenzeit Zwei Neuseeländer und einen Eisberg vor Quidi Vidi Gut in einem CBC-Video begucken (Sorry, da war zuerst ein falscher Link drin!) . Mehr über Quidi Vidi bei Wikipedia.
21 April 2009
Morbide Beschäftigung?
Auch bei uns fängt es an wie Frühling auszusehen, zumindest so wie andernorts der frühe Frühling: die Weidenkätzchen blühen!

Einen Spaziergang, den ich gerne mache, wenn der Wind nicht zu sehr bläst, ist hinunter an den Hafen, über die Wiese am Meer, die ich vom Haus aus sehen kann und durch den kleinen Friedhof zurück zum Hafen und die Straße wieder zum Haus hinauf.
Gestern hatte ich die Kamera dabei und habe ein paar Grabsteine aufgenommen.

Auf diesem Friedhof liegen hauptsächlich Menschen mit den Nachnamen Squires und Tucker begraben. Diese beiden Familien besiedelten schließlich die Gegend hier.
Die ärzliche Versorgung war bis in die 50er Jahre ziemlich schlecht (manche würden behaupten, dass sie es auch jetzt noch ist), man sieht viele Gräber von kleinen Kindern. Oft sind auf diesen Grabsteinen Lämmchen angebildet.

Bei aller Einheitlichkeit der Nachnamen mussten dann wohl die Vornamen ausgefallen sein z.B. Obadia, Salome, Tryphinia, und Lavinia.
An manchen Stellen ist der Friedhof total verwildert.

Auf einem Grabstein steht, dass den Mann in seiner Haustür der Tod ereilte. Da fragt man sich natürlich, was für eine Geschichte sich dahinter verbirgt.
Einen Spaziergang, den ich gerne mache, wenn der Wind nicht zu sehr bläst, ist hinunter an den Hafen, über die Wiese am Meer, die ich vom Haus aus sehen kann und durch den kleinen Friedhof zurück zum Hafen und die Straße wieder zum Haus hinauf.
Gestern hatte ich die Kamera dabei und habe ein paar Grabsteine aufgenommen.
Auf diesem Friedhof liegen hauptsächlich Menschen mit den Nachnamen Squires und Tucker begraben. Diese beiden Familien besiedelten schließlich die Gegend hier.
Die ärzliche Versorgung war bis in die 50er Jahre ziemlich schlecht (manche würden behaupten, dass sie es auch jetzt noch ist), man sieht viele Gräber von kleinen Kindern. Oft sind auf diesen Grabsteinen Lämmchen angebildet.
Bei aller Einheitlichkeit der Nachnamen mussten dann wohl die Vornamen ausgefallen sein z.B. Obadia, Salome, Tryphinia, und Lavinia.
An manchen Stellen ist der Friedhof total verwildert.
Auf einem Grabstein steht, dass den Mann in seiner Haustür der Tod ereilte. Da fragt man sich natürlich, was für eine Geschichte sich dahinter verbirgt.
"Heart attack on a plate"
Blätterteig, mmmh, ich liebe alles möglich Ungesunde z.B. Blätterteig.
Blätterteig in Baklava oder anderen Teilchen wie Schweineohren, oder in Kuchen, wie meinem derzeit absoluten Lieblingskuchen, einer Birnen-"Tarte Tatin" mit Kardamom oder-ganz was anderes- in Tempura.
Aber weil die meisten dieser Köstlichkeiten aus TK-Blätterteig und damit aus Weißmehl zubereitet sind, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, Vollkornblätterteig selbst herzustellen.Wie man sieht, hat das auch geklappt.
Der Teig ist schön blättrig geworden, aber die Proportionen von Butter zu Mehl lassen einem das Gebäck, wenn man darüber nachdenkt, im Halse stecken. Es schmeckt lecker, aber das nächste Mal probiere ich einen Hefeblätterteig zu machen. Da ist das Verhältnis von Butter zu Mehl noch eher zu tolerieren.
Blätterteig in Baklava oder anderen Teilchen wie Schweineohren, oder in Kuchen, wie meinem derzeit absoluten Lieblingskuchen, einer Birnen-"Tarte Tatin" mit Kardamom oder-ganz was anderes- in Tempura.
Aber weil die meisten dieser Köstlichkeiten aus TK-Blätterteig und damit aus Weißmehl zubereitet sind, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, Vollkornblätterteig selbst herzustellen.Wie man sieht, hat das auch geklappt.
Der Teig ist schön blättrig geworden, aber die Proportionen von Butter zu Mehl lassen einem das Gebäck, wenn man darüber nachdenkt, im Halse stecken. Es schmeckt lecker, aber das nächste Mal probiere ich einen Hefeblätterteig zu machen. Da ist das Verhältnis von Butter zu Mehl noch eher zu tolerieren.
18 April 2009
14 April 2009
Es gibt Missgeschicke ...
und Missgeschicke ... z.B. könnte ein Missgeschick sein, dass man verreisen möchte und plötzlich merkt, dass der Pass abgelaufen ist. Kein Problem eigentlich, könnte man meinen, man kann ja einen neuen beantragen, die Reise ist ja noch in weiter Ferne.
Es stellt sich jedoch sogleich ein weiteres Missgeschick ein, wenn man feststellt, dass man da wo man wohnt den neuen Pass mit den biometrischen Daten nicht beantragen kann. Da das Mutter-oder Vaterland oder wie auch immer man es nennen möchte in seiner Sorge um das Wohlergehen seiner Staatsbürger welche in der Ferne weilen, die nötigen Maschinen zur Erfassung der biometrischen Daten nicht über den ganzen Kontinent verteilt, sondern in Kanada nur in O. und V. aufstellen lässt, bedeutet es für das kleine Staatsbürgerlein aus St.J. oder M. oder F. oder E. usw. einen tiefen Griff in die Tasche zu tun und ein Flugzeug zu besteigen, um nach O. oder V. zu reisen, um daselbst den Pass zu beantragen, samt Fingerabdrücken. Alternativ kann man auch hoffen, dass diese Fingerabdruckmaschinen auch bei allen anderen Konsulaten und Honorarkonsulaten binnen Jahresfrist zur Verfügung stehen werden. Da wäre es aber für die Reise denn doch ein bisschen spät. Da bleibt nur die Möglichkeit einen 1 Jahr gültigen Pass als Übergangsdokument beantragen.
Zur Passbeantragung braucht man diverse Dokumente, Fotos, alten Pass etc. UND die Permanent-Resident-Karte. Hier nun bewahrheitet sich die Erfahrung, dass es meist aller "guten" Dinge drei sind. Missgeschick Nummer Drei stellt sich nun so dar: die Permanent-Resident-Karte ist und bleibt unauffindbar.
Wer je mit dem Telefonkarussell von Behörden zu tun gehabt hat, weiß, dass jetzt der Spaß beginnt.
Tüten mit Mitleid können hier abgegeben werden.
P.S. Es betrifft mich allerdings nur indirekt, Kind Nr.3 ist davon betroffen. Aber wir konnten nur gemeinsam die Abwesenheitszeiten der letzten fünf Jahre aus Kanada rekonstruieren. Außerdem ist Formularausfüllen nicht gerade die Stärke von kreativen Teenagern.
Es stellt sich jedoch sogleich ein weiteres Missgeschick ein, wenn man feststellt, dass man da wo man wohnt den neuen Pass mit den biometrischen Daten nicht beantragen kann. Da das Mutter-oder Vaterland oder wie auch immer man es nennen möchte in seiner Sorge um das Wohlergehen seiner Staatsbürger welche in der Ferne weilen, die nötigen Maschinen zur Erfassung der biometrischen Daten nicht über den ganzen Kontinent verteilt, sondern in Kanada nur in O. und V. aufstellen lässt, bedeutet es für das kleine Staatsbürgerlein aus St.J. oder M. oder F. oder E. usw. einen tiefen Griff in die Tasche zu tun und ein Flugzeug zu besteigen, um nach O. oder V. zu reisen, um daselbst den Pass zu beantragen, samt Fingerabdrücken. Alternativ kann man auch hoffen, dass diese Fingerabdruckmaschinen auch bei allen anderen Konsulaten und Honorarkonsulaten binnen Jahresfrist zur Verfügung stehen werden. Da wäre es aber für die Reise denn doch ein bisschen spät. Da bleibt nur die Möglichkeit einen 1 Jahr gültigen Pass als Übergangsdokument beantragen.
Zur Passbeantragung braucht man diverse Dokumente, Fotos, alten Pass etc. UND die Permanent-Resident-Karte. Hier nun bewahrheitet sich die Erfahrung, dass es meist aller "guten" Dinge drei sind. Missgeschick Nummer Drei stellt sich nun so dar: die Permanent-Resident-Karte ist und bleibt unauffindbar.
Wer je mit dem Telefonkarussell von Behörden zu tun gehabt hat, weiß, dass jetzt der Spaß beginnt.
Tüten mit Mitleid können hier abgegeben werden.
P.S. Es betrifft mich allerdings nur indirekt, Kind Nr.3 ist davon betroffen. Aber wir konnten nur gemeinsam die Abwesenheitszeiten der letzten fünf Jahre aus Kanada rekonstruieren. Außerdem ist Formularausfüllen nicht gerade die Stärke von kreativen Teenagern.
13 April 2009
Vom Hölzchen ...
auf's Stöckchen.
Auf der Suche nach dem Ursprung der Redensart "to make something from scratch" bin ich in einem Sprachforum auf diesen schönen Spruch gestoßen:
Corrige al sabio y te amará, corrige al necio y te odiará.
"To make from scratch" beruht auf der in die Erde geritzten Startlinie beim Sport:
Dem Online Etymologie Lexikon entnommen.
Ein guter Ausgangspunkt, um die Herkunft von Wörtern in verschiedenen Sprachen zu finden, ist die Seite Lexilogos.
Auf der Suche nach dem Ursprung der Redensart "to make something from scratch" bin ich in einem Sprachforum auf diesen schönen Spruch gestoßen:
Corrige al sabio y te amará, corrige al necio y te odiará.
"To make from scratch" beruht auf der in die Erde geritzten Startlinie beim Sport:
Many figurative senses (e.g. up to scratch) are from sporting use for "line or mark drawn as a starting place," attested from 1778 (but the earliest use is figurative); meaning "nothing" (in from scratch) is 1922, also from sporting sense of "starting point of a competitor who receives no odds in a handicap match.
Dem Online Etymologie Lexikon entnommen.
Ein guter Ausgangspunkt, um die Herkunft von Wörtern in verschiedenen Sprachen zu finden, ist die Seite Lexilogos.
12 April 2009
Frohe Ostern!
Und als besonderes Osterei: Blick von Signal Hill nach Cape Spear mit Eisberg vom gestrigen Samstag.
Die Eisbergkarte zeigt noch einige andere Eisberge an, z.B. in Torbay, aber der ist schon recht flach gewesen und für den Pouch Cove Eisberg war ich heute bei einem Osterbesuch beim Green Cod Künstler zu spät dran. Er arbeitet wieder an ein paar ganz exquisiten Sachen, zwei kleinen Kommoden (wie etwas höhere Nachttischschränkchen) mit Holzeinlegearbeit in den Schubladen und auf der Tür und einem Halbrelief-Lachs.
10 April 2009
Farben
09 April 2009
Neufundländische Wäscheleine
Die Neufundländer sind so stolz auf ihre draußen flatternde Wäsche und ihr Wäscheleinensystem (mit einem Holzstab in der Mitte durch den die Leine geführt wird), vor allem dass sie im Gegensatz zu den armen Menschen in Ontario ihre Wäsche nach draußen hängen dürfen.

Bei der abgebildeten Wäscheleine fehlt allerdings die Mittelstange. Es sah nur so nett aus mit blauem Himmel. (Dieses Häuschen war in den ersten Jahren, nachdem ich hierherzog ziemlich heruntergekommen. Aber im letzten Jahr wurde es frisch gestrichen und ein ganz hübscher kleiner Garten dahinter angelegt.)

Das Eis ist wieder verschwunden. Die Hunde mussten ob der gestiegenen Temperaturen (8°C) unbedingt ein Bad nehmen.

Heute haben meine Freundin Charlene und ich einen etwas längeren Spaziergang gemacht, weil die Sonne so schön warm schien. Schon lange wollten wir wieder einmal nach dem Bed&Breakfast in der Nähe schauen, das zum Verkauf stand. Das Gebäude, das am Ende einer Sackgasse steht, wurde offensichtlich verkauft und wird als B&B weitergeführt. Noch heißt es Dogberry Hill B&B, soll aber umbenannt werden. Der Blick von dort ist wunderschön.
Bei der abgebildeten Wäscheleine fehlt allerdings die Mittelstange. Es sah nur so nett aus mit blauem Himmel. (Dieses Häuschen war in den ersten Jahren, nachdem ich hierherzog ziemlich heruntergekommen. Aber im letzten Jahr wurde es frisch gestrichen und ein ganz hübscher kleiner Garten dahinter angelegt.)
Das Eis ist wieder verschwunden. Die Hunde mussten ob der gestiegenen Temperaturen (8°C) unbedingt ein Bad nehmen.
Heute haben meine Freundin Charlene und ich einen etwas längeren Spaziergang gemacht, weil die Sonne so schön warm schien. Schon lange wollten wir wieder einmal nach dem Bed&Breakfast in der Nähe schauen, das zum Verkauf stand. Das Gebäude, das am Ende einer Sackgasse steht, wurde offensichtlich verkauft und wird als B&B weitergeführt. Noch heißt es Dogberry Hill B&B, soll aber umbenannt werden. Der Blick von dort ist wunderschön.
05 April 2009
Packeis (3)
Vor ein paar Tagen war nur etwas Packeis ans Ufer geschwemmt worden, die Dorfjugend musste daraufhin unbedingt die Stabilität der Eisbrocken überprüfen.


Am nächsten Tag sah die Conception Bay allerding ganz anders aus, vollständig mit Eis angefüllt. Vom Haus aus sahen das Meer und der Hafen bis gestern so aus:

Weiß, so weit das Auge reicht. So mit Eis angefüllt habe ich die Bucht noch nie gesehen. Auch die Fähre nach Bell Island streikte. Ein Eisbrecher musste gerufen werden, um den armen Bewohnern Bell Islands entweder den Weg nach Hause zu oder zur Arbeit zu bahnen.
Die Insel im Hintergrund ist, glaube ich, Kelly's Island. (Ich verwechsle die beiden kleinen Inseln immer, die eine heißt Little Bell Island und die ander Kelly's Island.) Auf Kelly's Island gibt es jedenfalls einen Steinbruch, der u.a. Steine für die katholische Basilika in St. John's geliefert hat. Außerdem soll sie dem berüchtigten Piraten Peter Easton als Unterschlupf gedient haben.

Ganz klein konnte man einen fingerbreit von der Spitze Bell Islands (links) aus einen Eisberg sehen.


Traditionellerweise beginnt Ende März im Osten Kanadas auch die Jagd auf Robben. Wie gefährlich das früher war, davon geben viele Grabsteine Auskunft. Dieser hier ist vom St.Philip's Friedhof der anglikanischen Gemeinde St. Thomas. Auf der Newfoundland Heritage Seite gibt es Information zum Untergang des Schiffes "The Southern Cross". Die "Southern Cross war ein in Norwegen gebautes Schiff, dazu gibt es einen Eintrag in Wikipedia.

Im Archiv der NYT von 2. April 1914 findet sich dazu folgender Eintrag:

Das Meer ist seit Tagen unglaublich ruhig, nicht eine Welle hebt das Eis an.
Am nächsten Tag sah die Conception Bay allerding ganz anders aus, vollständig mit Eis angefüllt. Vom Haus aus sahen das Meer und der Hafen bis gestern so aus:
Weiß, so weit das Auge reicht. So mit Eis angefüllt habe ich die Bucht noch nie gesehen. Auch die Fähre nach Bell Island streikte. Ein Eisbrecher musste gerufen werden, um den armen Bewohnern Bell Islands entweder den Weg nach Hause zu oder zur Arbeit zu bahnen.
Die Insel im Hintergrund ist, glaube ich, Kelly's Island. (Ich verwechsle die beiden kleinen Inseln immer, die eine heißt Little Bell Island und die ander Kelly's Island.) Auf Kelly's Island gibt es jedenfalls einen Steinbruch, der u.a. Steine für die katholische Basilika in St. John's geliefert hat. Außerdem soll sie dem berüchtigten Piraten Peter Easton als Unterschlupf gedient haben.
Ganz klein konnte man einen fingerbreit von der Spitze Bell Islands (links) aus einen Eisberg sehen.
Traditionellerweise beginnt Ende März im Osten Kanadas auch die Jagd auf Robben. Wie gefährlich das früher war, davon geben viele Grabsteine Auskunft. Dieser hier ist vom St.Philip's Friedhof der anglikanischen Gemeinde St. Thomas. Auf der Newfoundland Heritage Seite gibt es Information zum Untergang des Schiffes "The Southern Cross". Die "Southern Cross war ein in Norwegen gebautes Schiff, dazu gibt es einen Eintrag in Wikipedia.
Im Archiv der NYT von 2. April 1914 findet sich dazu folgender Eintrag:

Das Meer ist seit Tagen unglaublich ruhig, nicht eine Welle hebt das Eis an.
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