20 Januar 2012

Snow Day

Der Screenshot vom Museumscafé über den Hafen von St. John's um 10:00 heute morgen sagt eigentlich alles:
17 cm sind bis jetzt angeblich gefallen. Mittags soll der Schneefall aufhören. Zum Glück muss heute niemand aus unserem Haushalt dringen irgendwo hin.

18 Januar 2012

Radikale in Kanada

Rick Mercer hat wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen mit seiner Reaktion auf die Brandmarkung kanadischer Umweltschützer als vom Ausland bezahlte Agitatoren.

Diffamierungskampagne der Harper Regierung

Heute entschied die U.S. amerikanische Regierung einen Projektantrag zur Entwicklung der Keystone XL Pipeline, die Öl von der Athabasca-Region  Albertas durch 6 Staaten der USA bis nach Texas führen soll, vorerst nicht zu genehmigen, u.a. da sie durch ein Umweltschutzgebiet in Nebraska führen würde.


Hier kann man lesen, was im DeSmogblog dazu geschreiben wird.

Mit der vorläufigen Absage an die Keystone XL Pipeline rückt das Northern Gateway Projekt sicherlich wieder mehr in den Fokus der ölproduzierenden Firmen.

Seit einiger Zeit schon steht das Gespenst einer Öl-Pipeline von Albertas Athabasca-Region durch den letzten unberührten gemäßigten Regenwald der Welt im Raum. Diese Northern Gateway Pipeline soll das mit enormem Wasserverbrauch und mit zerstörten Wald- und Sumpfgebieten bezahlte, durch den Abbau von Ölsanden gewonnene Rohöl an die Küste British Columbias leiten. Das Öl soll dort in Tanker gepumpt und zu den asiatischen und U.S. amerikanischen Märkten transportiert werden.
Die Gebiete Albertas mit Ölsanden sind in dieser Karte eingezeichnet:

"In Canada, the Calgary-based pipeline company Enbridge is threatening to introduce over 225 supertankers to the fragile coast of British Columbia with the proposed Northern Gateway project. The Northern Gateway pipelines would carry Tar Sands oil from Alberta through northern BC to tankers headed for Asian and US markets. This would put the world-renowned Great Bear Rainforest at risk of a catastrophic oil spill.

Opposition is strong and continues to grow: nine Coastal First Nations of BC have declared a tanker ban in their traditional territories; the Union of BC Municipalities passed two resolutions in support of keeping tankers off the coast; the federal Liberal, New Democrat and Green parties have committed to banning oil tankers in the North coast; 80% of British Columbians across all political spectrums support an oil tanker ban; and the current Conservative government refuses to act."
Zitat von Forestethics.
Hier der Link zur Webseite der Projektbetreiber der Northern Gateway.

Kanadier, die sich gegen diese Projekte aussprechen, werden von regierungsnahen Gruppen wie "Ethical Oil", dem Minister für Energie und von Harper selbst als Marionetten ausländischer Agitatoren (Woran erinnern mich solche Bezichtigungen noch mal?) bezeichnet, die sich in kanadische Interessen einmischen und die Souveränitat Kanadas unterminieren.

Das sehenswerte Streitgespräch zwischen dem Vertreter des Sierra Clubs und der Vertreterin von "Ethical Oil" bei CBC bedarf meines Erachtens keines Kommentares. (Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die beiden Pipelines in diesem Streitgespräch nicht durcheinandergeworfen werden.)



(Diesen Kommentar kann ich mir doch nicht verbeißen: Kanada scheint seine eigene Michelle Bachmann hervorgebracht zu haben.)

Hier gibt es in einem Artikel von David Suzuki in der Huffington Post noch mehr Hintergrund zu dem Konflikt .

16 Januar 2012

Kickstarter-Campagne für einen Film zur Meinungsfreiheit

2009 kam der Film Bananas des Schweden Fredrik Gertten heraus, der die Praktiken des Multinationalen Lebensmittelkonzerns Dole in Nicaragua offenlegte. (Ein Freund von mir, war als Ko-Produzent an diesem Film beteiligt.) Dole gefiel der Film nicht, rückte er den Konzern doch in ein recht schlechtes Licht und Dole versuchte auf allen erdenklichen Wegen, die Filmemacher zu diskreditieren und die Verbreitung des Films zu stoppen.

Was sich danach entwickelte, hat das Filmteam, das sich nicht mundtot machen ließ, in einem zweiten Film "Big Boys Gone Bananas" dokumentiert. In diesem geht es um den Angriff auf die Meinungsfreiheit am Beispiel der Dole-Praktiken. Dieser Dokumentarfilm ist nun für das Sundance Film Festival nominiert worden. Um den Film in großen Umlauf bringen zu können, haben die Produzenten eine Kickstarter-Kampagne gestartet.

Juan “Accidentes” Dominguez is on his biggest case ever. On behalf of twelve Nicaraguan banana workers he tackles the Dole Food Company in a ground-breaking legal battle for their use of a banned pesticide that was known to cause sterility. Can he beat the giant, or will the corporation get away with it? In the suspenseful documentary BANANAS!*, filmmaker Fredrik Gertten sheds new light on the global politics of food.

13 Januar 2012

Whaddya App

Warum eine App für Neufundländisch notwendig sein könnte, kann in diesem Post nachgelesen werden.
Neufundländer sind aber allgemein für ihre Freundlichkeit und ihren Humor bekannt und deshalb haben neufundländische Entwickler eine App für Smartphones herausgebracht, die den sprachlich Überforderten als augenzwinkernde Handreichung zur Kommunikationserleichterung dienen kann:



CBC sieht das App Projekt als Beitrag zum Spracherhalt, einer Sprache übrigens die von Linguisten als "living artifact" angesehen wird. Das Video kann nicht eingebettet werden, daher hier der Link zu dem kurzen Beitrag in CBC News.

12 Januar 2012

Es geht nicht nur ums Geld

in der im Sommer von der Harper Regierung gefällten Entscheidung, Personalkosten einzusparen. Das Umweltschutzministerium muss 10% seiner Stellen, das macht 776 Wissenschaftler, einsparen. Was aufhören lässt, ist aber die Direktive nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen in welchen Bereichen diese Stellen eingespart werden.

Wir ahnen es aber, nicht wahr?

By Kathryn May, Postmedia News January 11, 2012

OTTAWA — Environment Canada is sending notices to 60 scientists and other researchers that their jobs are being declared surplus.

Gary Corbett, president of the Professional Institute of the Public Service of Canada, confirmed his union was notified by the department that surplus notices would be going out this week. They are fallout from the department's announcement last August that it would be cutting or reassigning 776 people — which is about 10 per cent of the workforce.

But Corbett said the department is under "strict orders" not to reveal precisely what work these surplus scientists are doing. They broadly include engineers, scientists, biologists, climatologists, chemical analysts from across the country. They work in areas such as pollution, monitoring water quality, climate research.

Den ganzen Artikel gibt es hier